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Triathlon
Dreitz auf der Suche nach dem Schlüssel zum Erfolg
Vor dem Pier von Port Elizabeth posierte Andreas Dreitz vor dem Ironman Südafrika mit seinem neuen Sportgerät zuversichtlich, doch mit Rang 11 erzielte der Michelauer ein für ihn enttäuschendes Resultat.
Vor dem Pier von Port Elizabeth posierte Andreas Dreitz vor dem Ironman Südafrika mit seinem neuen Sportgerät zuversichtlich, doch mit Rang 11 erzielte der Michelauer ein für ihn enttäuschendes Resultat. // privat
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Michelau – Der Profi aus Michelau in Oberfranken landet beim Ironman in Südafrika lediglich auf Rang 11, weit weg von einem Qualiplatz für die WM auf Hawaii. Ein Hitzeproblem bremst den 35-Jährigen aus.

Hitze, wo keine Hitze ist. Mit einem Temperaturproblem hatte am Sonntag Andreas Dreitz beim Ironman Südafrika zu kämpfen. „Ich weiß auch nicht, warum mein Körper beim Marathon nach einem Viertel überhitzte. Dabei hatte ich gut gekühlt und genügend getrunken“, äußert sich der 35-jährige Triathlon-Profi aus Michelau in Oberfranken am Tag ratlos zur Ursache seines Problems.

Denn das südafrikanische Championship-Rennen war keine Hitzeschlacht bei Außentemperaturen um die 23 Grad. Für Dreitz, dessen Körper so in den Schutzmodus schaltete, war somit beim Marathon keine Attacke nach vorne mehr möglich. Am Ende lief er als Elfter im Ziel in Port Elizabeth ein.

Wind macht das Schwimmen und Radfahren schwierig

„Nicht das, was ich mir erwartet habe“, sagt der in Nürnberg lebende Oberfranke. Dabei lag er nach einem soliden Schwimmpart im Atlantik bei windigen Bedingungen und ordentlichem Wellengang auf Rang 12 noch gut im Rennen. „Dass Josh Amberger ein Ausnahmeschwimmer ist und zwei Minuten vor dem Feld aus dem Wasser steigt, ist bekannt. Dass aber Cameron Wurf stark ablieferte und zweieinhalb Minuten vor mir lag, war nicht so gut“, meinte Dreitz, der mit fünf Minuten Abstand auf den Führenden aufs Rad wechselte.

Dreitz macht Plätze auf dem Rad gut

Dort machte er bei weiter windigen Bedingungen und auf rauem Asphalt gerade zum Schluss der 180 Kilometer noch einmal Boden gut und arbeitete sich mit der neuntbesten Radzeit auf den sechsten Rang vor dem Marathon nach vorne. „Der Ironman in Südafrika ist schon einer der härteren im weltweiten Programm. Dennoch will ich eigentlich mit mehr Selbstvertrauen auf die Radstrecke gehen, aktiver werden und mehr agieren, als nur zu reagieren“, äußerte der Franke Selbstkritik zur Leistung zu seiner einstigen Paradedisziplin.

Andi Dreitz muss noch warten, bis er sein Tieckt für die Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober dieses Jahres in den Händen hat.
Andi Dreitz muss noch warten, bis er sein Tieckt für die Weltmeisterschaft auf Hawaii im Oktober dieses Jahres in den Händen hat. // privat

Vor dem Laufpart hätte sich Dreitz den Rückstand auf den angestrebten vierten Platz, der die Qualifikation für die Weltmeisterschaft im Oktober auf Hawaii bringt, kleiner gewünscht. Der betrug da schon siebeneinhalb Minuten.

Spitzengruppe läuft Dreitz davon

Während vorne Rasmus Svenningsson sich zunächst mit dem Australier Cameron Wurf ein Laufduell lieferte, ehe der Schwede sich nach einem Drittel der 41,195 Kilometer absetzte und einem klaren Sieg mit über zwei Minuten Vorsprung entgegensteuerte, bekam Dreitz im Verfolgerfeld zunehmend Hitzeprobleme. Sein Tempo von anfänglich etwas über vier Minuten pro Kilometer reduzierte sich phasenweise auf fast fünf Minuten. „Am Ende, als ein paar Wolken aufzogen, lief es wieder etwas besser“, sagte er zu seinem Hitzeproblem, doch die Enttäuschung über das verpasste WM-Ticket sprach aus den Worten des Oberfranken. „Ich suche weiter nach dem Schlüssel zum Erfolg“, äußerte sich der einstmals so erfolgreiche Athlet, dem aber seit längerem ein Top-Ergebnis abgeht.

„Südafrika war kein Schritt nach vorn“

„Es kann nicht mehr so weitergehen, sonst klingt es immer nach einer Ausrede“, sagt der 35-Jährige, der von 2018 bis 2022 bei allen stattgefundenen Weltmeisterschaften am Start war. „Südafrika war leider kein Schritt nach vorne. Aber es muss weiter gehen“, sagt der Sieger der Challenge Roth von 2019, der seinen nächsten Start am 11. Mai beim 70.3-Halbdistanzrennen auf Mallorca plant.

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Wann der Oberfranke seinen nächsten Versuch, das Ticket für Hawaii zu lösen, unternimmt, sei noch offen. Eventuell komme der Ironman auf Lanzarote am 18. Mai in Frage, so der Michelauer.

In Port Elizabeth lösten hinter dem Sieger Svenningsson der Däne Mathias Petersen, der sich mit Laufbestzeit auf Rang 2 vorarbeitete, der Australier Wurf sowie der Deutsche Leonard Arnold ihre Tickets für Kona. Der Sauerländer behauptete sich ab Mitte des Radparts unter den besten Vier.

Das hervorragende deutsche Ergebnis bei den Profi-Männern rundeten Dominik Sowieja (Villingen-Schwenningen) als Siebter, Christoph Mattner (Schwerin) einen Platz hinter Dreitz als Zwölfter sowie Jonas Weller (14., Ratzeburg) und Chris Dels (15., Bamberg) ab. us

 

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