Das Helios St. Elisabeth-Krankenhaus Bad Kissingen gibt Ratschläge, wie Menschen in der Region die angekündigten heißen Tage mit Temperaturen über 30 Grad möglichst gut überstehen können. Dabei betont die Klinik, wie wichtig es ist, Hitze ernst zu nehmen, Warnsignale zu beachten und rechtzeitig gegenzusteuern.
Wer jetzt besonders aufpassen sollte
Starke Hitze, intensive Sonne und schwüle Luft belasten den Kreislauf. Für manche Menschen mehr als für andere. Besonders aufmerksam sein sollten nach Angaben des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses vor allem ältere Menschen, Kinder, chronisch Erkrankte, Schwangere und Personen, die im Freien arbeiten. Sie geraten bei Hitze schneller an ihre Belastungsgrenze.
Typische Beschwerden bei großer Hitze sind Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erschöpfung oder Kreislaufprobleme. Kritisch wird es, wenn Verwirrtheit, starke Benommenheit, anhaltendes Erbrechen, Atemnot, sehr hohes Fieber oder Bewusstseinsstörungen hinzukommen. In diesen Fällen sollte umgehend medizinische Hilfe gerufen werden.
Tagesrhythmus und Trinken anpassen
Einer der wichtigsten Tipps des Krankenhauses: Den Tagesablauf auf die Hitze einstellen. Erledigungen, Spaziergänge, Sport oder Gartenarbeit sollten in die frühen Morgenstunden oder auf den Abend verschoben werden. Rund um die Mittagszeit ist es sinnvoll, körperliche Anstrengung zu vermeiden und Ruhe zu halten. Wer unterwegs ist, sollte Schatten suchen, eine Kopfbedeckung tragen und leichte, locker sitzende Kleidung wählen.
Besonders wichtig ist bei Hitze der Flüssigkeitshaushalt. Gesunde Erwachsene sollten nach Empfehlung des Helios St. Elisabeth-Krankenhauses mindestens 1,5 Liter am Tag trinken – an heißen Tagen, bei körperlicher Belastung oder starkem Schwitzen entsprechend mehr. Geeignet sind vor allem Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Saftschorlen. Menschen mit Herz- oder Nierenerkrankungen sollten ihre Trinkmenge individuell ärztlich abstimmen, für sie gilt nicht automatisch „je mehr, desto besser“.
Kinder, Ältere und die richtige Kleidung
Kinder und ältere Menschen haben oft später oder weniger Durst. Angehörige sollten deshalb aktiv ans Trinken erinnern, Getränke sichtbar bereitstellen und ein Glas Wasser nach dem Aufstehen, zu jeder Mahlzeit und zwischendurch anbieten. Auch wasserreiches Obst wie Melonen, Beeren oder Pfirsiche sowie leichte Mahlzeiten entlasten den Körper.
Neben dem Trinken spielt die richtige Kleidung eine wichtige Rolle. Empfohlen werden helle, luftige Kleidung aus Naturfasern, die die Luftzirkulation unterstützt und einer Überhitzung vorbeugen kann. Bei längerer Sonneneinstrahlung ist eine Kopfbedeckung ratsam, Sonnenschutzmittel sollten regelmäßig erneuert werden.
Was tun bei Beschwerden?
Wenn erste Beschwerden auftreten, lautet der Rat aus dem Helios St. Elisabeth-Krankenhaus: sofort aus der Sonne gehen, in einen kühlen Raum oder in den Schatten wechseln, trinken, enge Kleidung lockern und den Körper langsam abkühlen. Feuchte Tücher an Armen, Nacken oder Stirn können helfen; Alkohol sollte bei Hitze möglichst vermieden werden, weil er den Kreislauf zusätzlich belastet.
„Hitze ist kein Grund zur Panik, aber sie verlangt Aufmerksamkeit“, sagt Dr. med. Frank Wanka, Ärztlicher Direktor, Chefarzt der Unfallchirurgie und Leiter der Notaufnahme. Wichtig sei, Warnzeichen nicht zu ignorieren – insbesondere bei Menschen, die allein leben oder gesundheitlich vorbelastet sind. Bei Bewusstseinsstörungen, starken Kreislaufproblemen, anhaltender Verwirrtheit, Atemnot, Krampfanfällen oder dem Verdacht auf einen Hitzschlag sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.












