Mit ihrem Stadtausweis in der Hand, einem Rucksack auf dem Rücken und jeder Menge Vorfreude sind in dieser Woche über 110 Kinder in ihre ganz eigene Stadt gestartet.
Demokratie im Alltag erleben
Nach der offiziellen Eröffnung durch Oberbürgermeister Ralf Hartnack, Inge Aures, Kreisvorsitzende des Awo-Kreisverbands Kulmbach, sowie Manuela Schilling, Hauptverantwortliche für Mini-KU vom Awo-Kreisjugendwerk, öffneten sich die Stadttore von Mini-KU. Noch bis Freitag haben dort die Kinder das Kommando.
Mini-KU ist dabei weit mehr als ein Ferienprogramm. Die Kinder erleben hier Demokratie nicht aus dem Lehrbuch, sondern mitten im Alltag ihrer eigenen Stadt. Sie wählen ihren Oberbürgermeister, stimmen über soziale Projekte ab, übernehmen Verantwortung und gestalten das Zusammenleben aktiv mit.
Gleichzeitig sammeln sie erste Erfahrungen in der Arbeitswelt, verdienen ihre eigene Währung „Kuros“ und entscheiden selbst, wofür sie ihr Geld ausgeben. „Mini-KU ist ein ganz tolles Konzept, weil die Kinder Abläufe von Unternehmen und einer Stadt kennenlernen und dabei selbst ausprobieren können.
Die Veranstaltung hat für Kulmbach eine große Bedeutung und vielleicht entsteht hier sogar die eine oder andere gute Idee, die später auch für unsere echte Stadt interessant wird“, sagte Oberbürgermeister Ralf Hartnack bei der Eröffnung.
Mitmachen statt zuschauen
Während der Woche warten zahlreiche Berufe auf die jungen Bürgerinnen und Bürger. Ob bei der Polizei, dem THW, der Altenhilfe des Awo-Kreisverbands Kulmbach, im Awo-Kindergarten, bei der PTA-Schule, im Friseurhandwerk oder vielen weiteren Betrieben – überall heißt es: mitmachen statt zuschauen.
Erwachsene Fachkräfte begleiten die Kinder dabei und geben ihnen spannende Einblicke in ihren Berufsalltag „Es ist schön zu sehen, dass so viele Kinder jedes Jahr wiederkommen und inzwischen sogar ihre Freunde mitbringen.
Das zeigt uns, wie viel ihnen Mini-KU bedeutet und motiviert uns, die Kinderspielstadt jedes Jahr weiterzuentwickeln“, sagte Nina Meußgeyer, Vorsitzende des Awo-Kreisjugendwerks Kulmbach.
Auch für Inge Aures, Kreisvorsitzende des Awo-Kreisverbands Kulmbach, ist Mini-KU längst eine feste Größe im Ferienprogramm und ein Projekt, das ohne das außergewöhnliche Engagement vieler Ehrenamtlicher nicht möglich wäre.
„Mini-KU ist eine großartige Einrichtung unseres Awo-Kreisjugendwerks. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team, das jedes Jahr mit so viel Herzblut dabei ist und den Kindern diese besondere Woche ermöglicht. Gleichzeitig ist Mini-KU für viele Familien eine wertvolle Unterstützung in den Sommerferien“, sagte Inge Aures.
Ein ganz besonderer Dank gelte dabei Manuela Schilling, die die Kinderspielstadt vor drei Jahren mit viel Einsatz und Leidenschaft wiederbelebt hat und seitdem die treibende Kraft hinter dem Projekt war.
„Manuela Schilling hat unheimlich viel Herzblut in Mini-KU gesteckt. Sie hat das Projekt mit großem Engagement wiederaufgebaut, weiterentwickelt und viele Menschen dafür begeistert, sich einzubringen. Dafür sind wir ihr sehr dankbar“, betonte Inge Aures.
Auch bei den Eltern kommt das Konzept seit Jahren gut an. „Ich finde das Konzept richtig gut, weil hier eine richtige Stadt nachgebildet wird. Die Kinder können Berufe kennenlernen, von denen sie sonst vielleicht gar nichts wüssten.
Meine Tochter freut sich besonders darauf, den Stadträtinnen und Stadträten zu erzählen, was sie an Kulmbach gut findet – und was sie gerne verändern würde. Ich finde es schön, dass die Ideen der Kinder hier wirklich Gehör finden“, sagte Mutter Lisa Reichel.
„Das Beste, was man in den Ferien machen kann“
Dass Mini-KU etwas Besonderes ist, zeigen vor allem die Stimmen der Kinder selbst. „Ich liebe Mini-KU, weil wir hier schon Berufe ausprobieren können, die wir später vielleicht einmal machen wollen“, erzählt Mila. Oskar ergänzt: „Mini-KU ist das Beste, was man in den Ferien machen kann.“
Noch bis zum heutigen Freitag bleibt Mini-KU fest in Kinderhand. Gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen, Institutionen und zahlreichen Ehrenamtlichen entdecken die Kinder Berufe, übernehmen Verantwortung, treffen eigene Entscheidungen und gestalten ihre Stadt aktiv mit.
Denn genau das ist Mini-KU: eine Stadt, in der Kinder nicht nur zuschauen, sondern selbst gestalten, Verantwortung übernehmen und erleben, dass ihre Stimme zählt.













