Dorothee Bär, Bundestagsmitglied (CSU):
„2022 kamen auf eine Million Einwohner in Deutschland nur zehn Spender. Ich habe selbst einen Ausweis, mir ist aber vor allem wichtig: Jede und jeder sollte einmal die Frage gestellt bekommen und sich entscheiden. Damit dies im Ernstfall nicht die eigene Familie tun muss.“
Brigitte Meyerdierks, stellvertretende Landrätin (CSU):
„Ich habe seit Juni 2013 einen Spenderausweis. Das müsste selbstverständlich sein. Vor allem, wenn man verfolgt, wie vielen man helfen könnte, sollte man sich mit dem Thema beschäftigen. Ich hatte in der Familie viele Krebsfälle, bin aber fürs Spenden von Stammzellen zu alt.“
Dirk Vogel, Oberbürgermeister (SPD):
„Ich habe einen Ausweis. Ausschlaggebend war für mich, dass ich z. B. mit einer Hornhauttransplantation jemandem die Sehkraft zurückgeben kann. Und ich kann – wortwörtlich am Ende – noch mal etwas Gutes tun.“
Gerd Kirchner, evangelischer Pfarrer:
„Ich habe einen Ausweis, weil ich viele Leute kenne, die jahrelang auf ein Organ warten, und ich weiß, wie schlimm das ist. Man soll sich dafür oder dagegen entscheiden, weil man, wenn etwas passiert, den Hinterbliebenen eine schmerzliche Entscheidung erspart.“
Nils Rehmeier, Spieler Volleys Hammelburg:
„Organspender bin ich 2018 geworden, da lagen an der Universität Blanko-Organspendeausweise aus. Ich hab’ mich dann mit dem Thema beschäftigt und festgestellt, wie erschreckend die Zahl der auf ein Spenderorgan wartenden Patienten ist. Deswegen beschloss ich, Organspender zu werden. Es beeinflusst in keiner Weise mein tägliches Leben, bietet jedoch anderen Menschen eine zweite Chance. Um möglichst viel helfen zu können, habe ich auch alle meine Organe als potenzielle Spenderorgane zur Verfügung gestellt.“
Stefan Richter, Klimaschutzmanager:
„Die Nachfrage nach einem Organspenderausweis hat mich daran erinnert, ihn übers Wochenende in meinen Umzugskartons zu suchen und wieder einzustecken. Meinen seltsamen Humor will sicherlich niemand haben und möchte ich auch keinem antun. Aber wenn ich nach meiner Abberufung einer anderen Familie, Freundschaft und/oder Beziehung mit einer kleinen Hilfe – die mir sicherlich nicht weh tut – unterstützen kann, dass ihr geliebter Mensch ihnen noch hoffentlich lange erhalten bleibt, sehr gerne.“
Thomas Bold, Landrat (CSU):
“Ich habe einen Organspendeausweis, weil ich dadurch anderen Menschen nach meinem Tod ein zweites Leben schenken kann. Ich benötige meine Organe nach dem Tod nicht mehr, warum sollte ich sie also nicht spenden? Ich selbst wäre sehr dankbar, wenn meine Angehörigen oder ich auf ein Spenderorgan angewiesen wären und jemand zu Lebzeiten entschieden hätte, seine Organe nach dem Tod zu spenden. Angst, dass ich für tot erklärt werde, obwohl ich es nicht bin, habe ich nicht: In Deutschland müssen zwei Ärzte unabhängig voneinander vor der Explantation den Hirntod feststellen.“
Tizian Fella, Fußballer FC 06 Bad Kissingen:
„Ich habe bestimmt seit ungefähr drei Jahren einen Organspendeausweis. Damals habe ich mal mit Freunden darüber geredet und dachte mir danach, dass es einfach nur sinnvoll ist einen Organspendeausweis zu haben. Ich finde es eine tolle Sache, dass, falls einmal etwas mit mir passieren sollte, und man noch Organe von mir verwenden kann, ich jemandem damit helfen kann. Das ist einfach eine sehr gute Sache und ich würde mir genauso wünschen, falls ich mal ein Spenderorgan benötigen würde, dass es irgendwo ein passendes Organ gibt. Und aus diesem Grund ist es für mich selbstverständlich, dass ich meine Organe spende. Ich habe auf meinem Organspendeausweis angekreuzt, dass meinem Körper alle Organe entnommen werden dürfen. Ich sehe da keine nötige Ausnahme und spende gerne alles was möglich ist.“
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