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Kissinger Sommer
Symphonic Mob: Fantastische Zeit im Kurgarten
Roman Riedel, Posaunist und Orchestermanager der Staatsbad Philharmonie Kissingen sowie stellvertretender Leiter der städtischen Musikschule, braucht nicht lange Nachzudenken, ob er dieses Jahr wieder beim Symphonic Mob im Kurgarten dabei ist.
Roman Riedel, Posaunist und Orchestermanager der Staatsbad Philharmonie Kissingen sowie stellvertretender Leiter der städtischen Musikschule, braucht nicht lange Nachzudenken, ob er dieses Jahr wieder beim Symphonic Mob im Kurgarten dabei ist. // Benedikt Borst
Bad Kissingen – Roman Riedel hat nahezu täglich sein Instrument in der Hand. Welche Bedeutung die Musik für ihn hat und weshalb er sich auf den Symphonic Mob freut.

Roman Riedel ist Berufsmusiker. So gut wie jeden Tag hat er seine Posaune in der Hand und übt, unterrichtet oder steht auf der Bühne und spielt vor Publikum. Er ist Musiker und Orchestermanager bei der Staatsbad Philharmonie Kissingen, Musiklehrer und stellvertretender Leiter der Musikschule Bad Kissingen. Auch in seiner Freizeit gehört Musik dazu.

Deshalb hat er auch nicht lange überlegt, ob er sich zum zweiten Symphonic Mob während des Kissinger Sommers im Kurgarten anmeldet, um beim größten Spontanorchester Bayerns mitzumachen. „Ich finde, es passt ganz fantastisch nach Bad Kissingen und in den Kurgarten“, schwärmt er. Für den Intendanten des Kissinger Sommers hat er viel Lob: „Es ist eine tolle Idee, dass Alexander Steinbeis so etwas hierher geholt hat.“

Bei der ersten Auflage im vergangenen Jahr war er auch dabei. Damals spielte das hr-Sinfonieorchester unter der Leitung von Alain Altinoglu gemeinsam mit vielen Laien- und Hobbymusikern im Kurgarten. Das Erlebnis hat bei Riedel großen Eindruck gemacht. „Das ist eine einmalige Verbindung von Profis und Amateuren. Das ist etwas, das nur Musik kann. Musik ist eine internationale Sprache, sie ist generationenübergreifend“, sagt Riedel.

Symphonic Mob 2022

Eindrücke vom Symphonic Mob 2022 in Bad Kissingen mit Dirigent Alain Altinoglu.

Live-Erlebnis lässt sich nicht ersetzen

Den Symphonic Mob, findet er wichtig, um die anstrengenden Jahre der Corona-Pandemie vergessen zu machen und Menschen für Musik zu begeistern. „Das kann positiv für die Gesellschaft sein. Corona hat dazu beigetragen, dass vielen Menschen diese Jahre fehlen. Gerade junge Menschen haben sich digital vernetzt, aber das ist ein Nachteil, wenn man dann nicht mehr raus unter Leute kommt. Dabei kann das digitale das echte Live Erlebnis nicht ersetzen“, sagt er.

Der Mensch sei im Grunde ein soziales Wesen, das den Austausch mit anderen braucht. „Beim Symphonic Mob ist ein soziales Miteinander zu erleben“, beschreibt Riedel das starke Gemeinschafts- und Verbundenheitsgefühl beim Auftritt.

Gemeinschaft erleben beim Symphonic Mob

Dieses Gemeinschaftsgefühl erkennt er auch daran, dass der ganze Symphonic Mob darauf ausgerichtet ist, dass jeder mitmachen kann, der Lust hat. „Es ist jeder eingeladen. Die Leute brauchen überhaupt keine Schwellenangst zu haben“, meint Riedel. Die Noten für die vier Stücke, werden auch in vereinfachten Stimmen bereitgestellt, sodass auch Anfänger und Menschen, die schon lange kein Instrument mehr in der Hand hatten, die Chance haben, mitzumachen. Besonders schön findet er, dass auch Chöre mit eingebunden werden.

Dass dieses Mal das Deutsche Symphonieorchester Berlin unter der Leitung von Weltstar Kent Nagano spielen, sieht er als besonderes Highlight. Auch auf die ausgewählten Stücke, Georges Bizets „Farandole“, Edward Elgars „Nimrod“, Edvard Griegs „In der Halle des Bergkönigs“ und Giuseppe Verdis „Zigeunerchor“, freut Riedel sich. „Das sind alles schöne Stücke, aus der Hitparade der klassischen Musik“, meint er.

„Musik ist etwas, das bleibt“

Riedel ist so begeistert von dem Format, dass er hofft, dass sich auch andere Musiker der Staatsbad Philharmonie mit ihm anmelden. „Es ist freiwillig, aber ich werde versuchen, es den Kollegen schmackhaft zu machen“, sagt er lachend und erzählt weiter: „Ich habe es letztes Jahr sehr genossen und ich finde es wichtig, sich bevölkerungsnah zu zeigen.“ Musiker müssten die Musik zu den Leuten bringen.

Letzten Endes sieht er Musik nicht als Beruf, sondern als Teil seiner selbst. „Musik ist etwas, das bleibt. Musik war mir nie zu viel. Wenn ich Musik mache, gibt mir das inneren Frieden und Ruhe. Es tut mir gut, Musik zu machen.“ Keine Frage also, sich dieses Jahr wieder beim Symphonic Mob anzumelden. Für eine fantastische Zeit im Kurgarten.

Roman Riedel und Symphonic Mob

Musiker Roman Riedel ist 49 Jahre alt und lebt in Bad Kissingen. Seit 2003 ist er in der Staatsbad Philharmonie Kissingen als Posaunist engagiert und seit 2018 Orchestermanager. Seit 2010 unterrichtet er an der städtischen Musikschule das tiefe Blech, seit 2020 ist er auch stellvertretender Leiter der Musikschule und des Jugendmusikkorps.

Macht mit beim Symphonic Mob, Bayerns größtem Spontanorchester am Sonntag, 2. Juli 2023 um 15 Uhr im Bad Kissinger Kurpark! Die Saale-Zeitung macht möglich, dass Laien, egal welchen Alters und egal auf welchem Spiel-Niveau mit den Profis des Deutschen Symphonieorchesters Berlin spielen. Das einmalige und unwiederbringliche Konzert wird von keinem geringeren als dem Weltstar Kent Nagano dirigiert. Anmelden unter symphonic-mob.de

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