Die Kissinger Hörnchen gibt es mit Aprikosen oder mit Nussfüllung. Aber warum entscheiden? In den Kissinger Brötchen sind beide Geschmacksrichtungen vereint.
So funktioniert’s:
Für den Teig: Je 300 g Zucker, Mehl und gemahlene Haselnüsse, zwei TL Weinsteinbackpulver, eine Prise Salz, einen TL Zimt, zwei Eier und 200 g Butter. Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben, zu einem Mürbeteig verkneten und etwa 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
So entsteht der Teig der Kissinger Brötchen.
Den Teig etwa drei Millimeter dick ausrollen und Rosetten ausstechen. Alternativ den Teig zu Schlangen, mit etwa drei Zentimeter Durchmesser, rollen und in Scheiben schneiden. Die runden Kekse auf einem gefetteten Backblech etwa zehn Minuten bei 200 Grad Celsius backen.
Der Teig wird zu runden Keksen geformt.
Für die Füllung wird ein Glas Aprikosenkonfitüre, Zartbitterkuvertüre und gemahlene Haselnüsse benötigt. Einen Keks mit Marmelade bestreichen und einen zweiten darauf kleben. Die Doppelkekse werden mit geschmolzener Kuvertüre ummantelt und in Haselnüssen gerollt.
Die Aprikosenmarmelade hält die Kekshälften zusammen.
Oben mit einem Klecks Guss bepinseln und je eine Walnusshälfte daraufsetzen.
Mit einer Walnuss werden die Kissinger Brötchen garniert.
Tipp
Ellen Mützel aus der Redaktion sagt: „Die Plätzchen schmecken auch im Sommer zu Eiskaffee super. Als Bad Kissingerin zählen die Kissinger Brötchen auf jeden Fall zu meinen Lieblingsplätzchen – egal zu welcher Jahreszeit.“ Ihr Tipp: „Die klassischen Kissinger Brötchen sind rund, wer allerdings lieber Herzchen, Sterne oder sommerliche Blümchen möchte, dem setzt die Fantasie keine Grenzen.“
Plätzchen mit Tradition
Zum Brauchtum in der Advents- und Weihnachtszeit gehört das Backen fest dazu. Plätzchen sind natürlich auch an der Saale Bestandteil dieser Wochen. Die Köstlichkeiten, wie die Kissinger Brötchen, werden oft nach überlieferten Rezepten hergestellt.
Schon im Mittelalter erreichte die häusliche Backstube in der Weihnachtszeit ihren Höhepunkt. Damals wurde fast alles gebacken, was auch heute noch in den adventlichen Backstuben hergestellt wird.
Woher kommt der Brauch?
Es gibt unterschiedliche Erklärungen rund um der Tradition der Weihnachtsbäckerei. Eine Möglichkeit führt dabei in die heidnische Zeit: Damals war es üblich, die Dämonen und Geister um die Zeit der Wintersonnenwende herum mit Opfergaben versöhnlich zu stimmen. Zu den Opfergaben in Backform gehörten auch die alten germanischen Totenbrote, ein süßes Hefegebäck.
Mehr aus der Rubrik „Spezialitäten aus der Region“:











