Die Händler und Aussteller des italienischen Genussfestivals „Festa Italica“ wurden in Bad Kissingen herzlich empfangen. Sowohl die Stadt, die das Konzept der Eventmanagement-Firma Zametzer und Krohn aus Poxdorf im Landkreis Forchheim unterstützte, als auch die Bewohner Bad Kissingens selbst hießen sie willkommen. Abend für Abend war der Rathausplatz voll besetzt, und die Besucher genossen die italienischen Spezialitäten in vollen Zügen.
Im Gegensatz dazu sorgte das Festival Anfang Juni in Bamberg für Unstimmigkeiten. Dort entbrannte eine Diskussion über das Stadtmarketing, das das italienische Fest mit externen Händlern in die Stadt brachte, ohne einige lokale Händler, Gastronomen und den örtlichen italienischen Kulturverein „mosacio italiano“ einzubeziehen.
Keine Konkurrenz
In Bad Kissingen hingegen gab es keinerlei kritische Stimmen. Maximillian Parrillo vom Ristorante Da Vito betrachtet das italienische Genussfest als Bereicherung für die Stadt und nicht als Konkurrenz. „Sie übernachten bei uns und wir besuchen auch das Fest. Wir Italiener unterstützen uns gegenseitig.“
Von seinen Kollegen habe er keine negativen Meinungen über das Fest gehört. Für ihn und viele andere sei es vorteilhaft, wenn solche Veranstaltungen Besucher in die Stadt bringen. Das gelte für das Rakocy-Fest, das Weinfest und nun auch für das Festa Italica, das viele Interessierte in die Stadt locke. Schon als Parrillo die Ankündiging zur Festa Italica sah, habe er zur Freunde und Familie gesagt: „Da werden wir auch mal hingehen.“
Es profitiert die ganze Stadt
Auch Ralf Ludewig, der Vorsitzende des Vereins Stadtmarketing PRO Bad Kissingen winkt ab. „Mir ist nichts zu Ohren gekommen. Es läuft alles sehr gut.“ Er selbst war am Eröffnungsabend der Festa Italica dabei. „Wenn es Unmut gäbe, wäre es bei mir aufgeschlagen“, ist er sich sicher.
Bewusst sei das italienische Fest auf den Rathausplatz gelegt worden, denn in der Vergangenheit habe es beim Weinfest auf dem Marktplatz Probleme gegeben, wenn die dort ansässigen Gastronomen ihre Tische und Stühle räumen mussten. „Mit dem Fest am Rathausplatz ist das Problem gelöst.“
„Ich glaube nicht, dass da Festival jemand schadet“, ergänzt er. Im Gegenteil, es bringe Leben in der Stadt und manch ein Besucher kehre sicher auch bei örtlichen Gastronomen ein, denn Menüs werden auf der Festa Italica nicht angeboten. „Es gibt außer Pizza nur Vorspeisenteller, Antipasti und Süßigkeiten“, weiß Ludewig.
Grundsätzlich sieht er das Fest positiv. „Wir haben die Erfahrung gemacht, wenn Frequenz in der Stadt ist, profitiert die ganze Stadt.“
Keine Kritik oder Beschwerden
Für Oberbürgermeister Dirk Vogel (SPD) ist das Fest eine schöne Bereicherung für die Kurstadt. Beschwerden oder Kritik sind ihm nicht zu Ohren gekommen. „Der Rathausplatz ist ein neutraler Ort. Es ist im Interesse der Stadt, dass er wieder belebt wird.“
Joachim Krohn von der Eventmanagement-Firma Zametzer und Krohn hört oft, dass solche Events wie das Festa Italica der Innenstadt guttun und sie bereichern. Lokale Gastronomen hätten oft nicht die Kapazitäten, ein so großes Fest zu bewältigen. Die Händler der Festa Italica seien auf die Versorgung vieler Menschen in kurzer Zeit spezialisiert.
Das italienische Genussfestival "Festa Italica" dauert noch bis Sonntag, 30. Juni 2024.
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