„Übersprudelnd, wild und belebend“ wirke die Rakoczy-Quelle, einer der sieben Bad Kissinger Heilquellen, sagte Quellenkönigin Kathrin I. (Kathrin Albert) beim traditionellen Festball am Samstagabend.
Gemeinsam mit Fürst Férenc Rákóczi II. (Timo Baier) eröffnete sie ein „Fest der Begegnung und der Heiterkeit, in Erinnerung an Vergangenes und Freude auf Kommendes“.
320 Gäste beim Festball
Während draußen an vielen Ecken Livemusik spielte, feierten am Samstagabend 320 Gäste eine Ballnacht im Regentenbau. Die Verbindung nach draußen stellt die traditionelle Gläserpolonaise dar: Die historischen Persönlichkeiten und sämtliche Ballgäste flanieren durch den Kurpark.
Bis 2022 gab es dafür eigens Rakoczy-Gläser als Erinnerung an die Gläser, mit denen früher das Heilwasser getrunken wurde. In diesem Jahr gab es erstmals gewöhnliche Weingläser.
Erster Auftritt als Hofmarschall
Durchs Programm führte heuer erstmals beim Ball der neue Hofmarschall Marcus Lipsius aus Nüdlingen. Bereits Anfang des Jahres sei er gefragt worden, ob er ehrenamtlich in die Rolle des fürstlichen Hofmarschalls schlüpfen möchte, berichtet der 45-Jährige.
Im Hauptberuf arbeitet Lipsius als Referent bei einem Finanzdienstleister, in seinem Nebenberuf als „Lebensredner“ spreche er bei Trauungen, Trauerfeiern und Willkommensfesten für Säuglinge.
„Ziemlich aufgeregt“
„Ich war ziemlich aufgeregt“, fasst Marcus Lipsius die Vorbereitung auf seine drei Auftritte zusammen: Am Freitagabend moderierte er zunächst die Reiterquadrille, am Samstag ging es dann im Rosengarten mit der öffentlichen Vorstellung der historischen Persönlichkeiten weiter.
Im Regentenbau gibt es dann am Samstagabend mehr Information zur Bedeutung der Persönlichkeiten für die Stadt und der Zahl der Kuraufenthalte an der Saale. „Es ist alles gut gelaufen, auch die Staatsbadphilharmonie hat mich gut unterstützt“, ist Lipsius zufrieden.
Nicht beim Festzug vertreten
Nach der Gläserpolonaise und einigen Fototerminen konnte Marcus Lipsius sein Kostüm genießen und entspannen, denn: Damit sind seine Aufgaben für das Rakoczy-Fest 2023 erfüllt. Im Gegensatz zu den historischen Persönlichkeiten hat der Hofmarschall nämlich keinen eigenen Wagen beim Festzug.
Marcus Lipsius kommt also als Besucher am Sonntag in die Stadt, gemeinsam mit Bekannten aus den USA, die derzeit in Deutschland Urlaub machen. Unter der Woche hätten sie ihnen zunächst Neuschwanstein gezeigt, jetzt das Rakoczy-Fest: „Das ist genau das, was Amerikaner von Deutschland sehen wollen“, sagt Marcus Lipsius lachend. Wie die anderen Historischen wirkt er ehrenamtlich beim Fest mit, lediglich das Kostüm habe die Staatsbad GmbH gesponsert.
Dank an alle Ehrenamtlichen
„Ohne die vielen Ehrenamtlichen würde das nicht gehen“, würdigt Oberbürgermeister Dirk Vogel den Einsatz so vieler Helferinnen und Helfer. Über Jahrzehnte seien viele Strukturen gewachsen, ohne die es das Rakoczy-Fest vermutlich nicht geben könnte, von den Helferinnen und Helfern an den Kassen über die vielen Darsteller bis zu den Rettungskräften.
„Was das Rakoczy-Fest auszeichnet ist, dass es so facettenreich ist“, antwortet Oberbürgermeister Vogel die Frage nach seinen Highlights. Jeder Besucher könne sich etwas Passendes herauspicken. Er selbst sei eigentlich immer hauptsächlich an der „Eule“ gewesen, den Festball besuchte Dirk Vogel mit seiner Frau Ivonne überhaupt erst zum zweiten Mal.
Partnerstädte zu Gast
Auch die Vereine am Eisenstädter Platz und viele weitere Projekte begeisterten ihn, berichtet Vogel. Zu seinen offiziellen Terminen zählte der Empfang vieler Vertreter aus den Partnerstädten, aus Massa sei sogar der amtierende Bürgermeister Francesco Persiani angereist.
Für die musikalische Unterhaltung sorgten Musikerinnen und Musiker der Staatsbadphilharmonie im Wechsel mit dem Gloria Reuter Sextett.




























































