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Ungarischer Zungenbrecher
Mal wieder: Sprachspaß rund ums Rakoczy-Fest
Rákóczi-Figur beim Parlament in Budapest
An der Rákóczi-Figur beim Parlament in Budapest steht es: So wird der Name geschrieben! // Karl Kovacs
Bad Kissingen – Von „Ra-kotschi“ bis „Raakozi“: Der Name des Rakoczy-Fests bringt zum Schmunzeln – und manchmal ins Grübeln. Warum das Fest nicht nur unterhaltungstechnisch, sondern auch sprachlich ein Erlebnis ist.

Manche Dinge ändern sich nie: Schon 2024 habe ich als jemand mit ungarischen Wurzeln über einen sympathischen Stolperstein geschrieben – die Aussprache von Rakoczy-Fest. Nun, ein Jahr später, ist der Sprachspaß wieder da, frisch aufgelegt. Die deutsche Zunge braucht beim Anblick des Wortes weiterhin mehr Mut als der Festumzug Publikum.

Mir als Zugezogenem geht jedes Jahr das Herz auf, wenn in Bad Kissingen das Rakoczy-Fest gefeiert wird. Die Freude bleibt, aber auch der große Zungenbrecher: Heißt es „Ra-kotschi“, „Ra-kotzi“ oder – wie der Ungar sagt – [ˈraːkoːt͡si] (Raakozi)? Für alle, die ganz auch noch bei den Buchstaben genau sein möchten: Korrekt geschrieben wird’s natürlich so: „Rákóczi“.

Schön zu beobachten: Seit meinem letzten Artikel haben viele Besucher den humorvollen Umgang mit dem Namen perfektioniert. Einige üben ihn extra vorab oder holen sich Tipps bei gebürtigen Ungarn im Freundeskreis. Und manch einer bleibt einfach charmant bei seiner eigenen Variante – das verbindet!

Ganz ehrlich: Ohne ein wenig Verwirrung beim Aussprechen wäre das Fest nur halb so lustig, zumindest für alle, die Ungarisch können.

Ungarisch: eine komplexe Sprache

Ungarisch bleibt der Endgegner unter den europäischen Sprachen: finno-ugrische Herkunft, 44 Buchstaben und bis zu 40 grammatische Fälle. 2025 gilt wie eh und je: Wer auf Deutsch, Englisch oder Chinesisch kommuniziert, findet weltweit mehr Gesprächspartner. Ungarisch? Begeistert zwischen 13 und 15 Millionen Menschen.

Damit künftig noch mehr Menschen mitreden können, hätte ich noch einen Vorschlag: Wie wäre es mal mit einem Ungarischkurs an der Volkshochschule? 

Zur Auffrischung meiner eigenen Sprachkenntnisse wäre ich sofort dabei! Wer so ein Angebot auf die Beine stellen möchte, kann sich direkt bei der Volkshochschule Bad Kissingen melden: badkissingen@vhs-kisshab.de oder telefonisch unter 0971/8074211.

Also, wie auch immer Sie es nennen: auf das Rakoczy-Fest – und vielleicht bald auf ein gemeinsames „Jó napot kívánok“ in Bad Kissingen!

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