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Rühriger Mittwoch
Polizeiarbeit: Ohne Drogen wäre das in Coburg nicht passiert
Die Coburger Polizei konnte sich am Mittwoch nicht über Langeweile beklagen (Symbolbild).
Die Coburger Polizei konnte sich am Mittwoch nicht über Langeweile beklagen (Symbolbild). // Peter Kneffel/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Coburg – Manchmal ballt sich alles: Diese Erfahrung mussten die Coburger Beamten am Mittwoch machen. Was alles innerhalb von acht Stunden im Stadtgebiet los war.
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Unfall am Abend: Die größten Auswirkungen hatte ein Unfallfahrt am Mittwochabend. Da verursachte ein Pkw-Fahrer bei Wiesenfeld einen Verkehrsunfall mit hohem Sachschaden und entfernte sich anschließend unerlaubt von der Unfallstelle.

Über den Kreisverkehr gerauscht

Gegen 20.15 Uhr befuhr ein 43-Jähriger mit seinem BMW die Staatsstraße 2205 von Wiesenfeld kommend in südöstliche Richtung. Nach Zeugenangaben steuerte der Fahrer den Wagen mit überhöhter Geschwindigkeit auf den Kreisverkehr an der Christenstraße zu.

Aufgrund eines verspäteten Bremsmanövers überfuhr das Fahrzeug die Mittelinsel des Kreisverkehrs, kollidierte mit einem Verkehrspfosten der Straßenmeisterei und kam schließlich auf einer angrenzenden Grünfläche zum Stehen.

So hoch ist der Gesamtschaden

Der Fahrer flüchtete zu Fuß. Eine Streife traf den 43-Jährigen in der Nähe an; Zeugen identifizierten ihn. Der Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1, 26 Promille.

Am Fahrzeug des Mannes entstand Totalschaden im Frontbereich; der Gesamtsachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Der nicht mehr fahrbereite Pkw wurde durch einen Abschleppdienst geborgen.

Ermittlungen laufen

Die Polizeibeamten beschlagnahmten den Führerschein des Mannes noch vor Ort. Gegen den 43-Jährigen wurden Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol sowie unerlaubten Entfernens vom Unfallort eingeleitet. 

Verkehrskontrolle am Nachmittag: Gegen 14.30 Uhr hielten die Einsatzkräfte einen silbernen Audi A4 auf einer Parkfläche  im Bereich der Niorter Straße an. Bei der Kontrolle des 24-jährigen Fahrers stellten die Beamten drogentypische Auffälligkeiten fest. Ein vor Ort durchgeführter freiwilliger Drogenschnelltest verlief positiv auf Methamphetamin und Amphetamin.

Im Auto waren auch noch Drogen

Im Zuge einer anschließenden Nachschau im Fahrzeug konnte zudem eine Dose mit etwa 0,6 Gramm der gefährlichen Droge Crystal – Meth aufgefunden und sichergestellt werden. Dem Mann wurde die Weiterfahrt untersagt; zudem wurde im Klinikum Coburg eine Blutentnahme durchgeführt.

In Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde gegen den Beschuldigten die Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten sowie eine Sicherheitsleistung angeordnet, weil der bulgarische Staatsangehörige in Deutschland keinen festen Wohnsitz hat.

Den 24-Jährigen erwarten nun Verfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie wegen des Führens eines Kraftfahrzeugs unter berauschenden Mitteln.

Tuner in der Mittagszeit: Gegen 12:40 Uhr unterzogen die Einsatzkräfte einen 26-jährigen Fahrer eines silbernen BMW in der Ketschendorfer Straße einer allgemeinen Verkehrskontrolle.

Im Rahmen der Überprüfung nahmen die Beamten Haschischgeruch aus dem Fahrzeuginneren wahr. Ein daraufhin durchgeführter Urin-Vortest verlief positiv auf den Wirkstoff THC.

Veränderungen am Fahrzeug nicht zulässig

Zudem stellten die Beamten am Fahrzeug unzulässige technische Veränderungen am Fahrzeug fest. Aufgrund dieser Veränderungen war die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs erloschen.

Die Weiterfahrt wurde dem Mann untersagt und die Fahrzeugschlüssel sichergestellt. Nach einer angeordneten Blutentnahme im Klinikum Coburg wurde der 26-Jährige entlassen. Ihn erwarten nun entsprechende Verfahren wegen der Verkehrsordnungswidrigkeiten.

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