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Polizei muss eingreifen
Frau droht, Beamten das Ohr abzubeißen
Polizei
Bei einem Tumult in der Judengasse wurden auch Drohungen gegen Polizeibeamte ausgesprochen. (Symbolbild) // Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Signet des Fränkischen Tags von Redaktion
Coburg – Die Coburger Polizei wurde am Freitagabend in der Judengasse wegen einer Ruhestörung gerufen. Plötzlich aber wurden die Beamten selbst zur Zielscheibe.

Kurz nach 19 Uhr ging bei der Einsatzzentrale eine Beschwerde wegen Ruhestörung, aus dem Bereich Judengasse/Am Viktoriabrunnen, ein. Zudem solle eine Frau weinend am Boden liegen.

Nach Polizeiangaben hielten sich am dortigen Szene-Treff mehrere Personen auf, die wohl schon seit mehreren Stunden, trotz Verbots, reichlich Alkohol konsumiert hatten. Die am Boden liegende Frau, eine 19-Jährige, befand sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand und musste sich in nervenärztliche Behandlung begeben.

Allen anderen Personen erteilten die Beamten einen Platzverweis. Obwohl sie mehrfach aufgefordert wurden, den Bereich zu verlassen, weigerten sich zwei von ihnen, den Weisungen der Polizei zu folgen. Letztendlich musste man diese in Gewahrsam nehmen.

Hierbei leistete dann eine 46-Jährige Widerstand gegen die Beamten. Sie widersetzte sich der Gewahrsamnahme, beleidigte die Beamten, drohte damit, ihnen die Ohren abzubeißen, und versuchte, auf sie einzuschlagen. Zudem fing sie an, die Beamten zu bespucken, weshalb man ihr die sogenannte Spuckschutzhaube überziehen musste.

Nachdem die Gefahr bestand, dass die Frau in ihrem Zustand noch weitere Ordnungswidrigkeiten oder gar Straftaten hätte begehen können, musste sie die Nacht in einer Haftzelle der Polizeiinspektion verbringen. Neben einer Ordnungswidrigkeiten-Anzeige, wegen des Verstoßes gegen die Stadtsatzung erwartet die Frau nun auch eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, tätlichen Angriffs, Bedrohung und Beleidigung.

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