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Polizei stoppt Freefall-Tower auf A73: Kontrolle mit Happy-End
Freefall-Tower Skyfall
 // M.Goetzke
Coburg – Ein Schausteller-Transport mit einem riesigen Freefall-Tower musste gestoppt werden. Das bedauerte am Ende selbst die Polizei. Eine Geschichte über unbürokratische Hilfe.
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Am Dienstagmorgen (23. Juni 2026) musste ein Transport des größten mobilen Freefall-Towers seine Fahrt unterbrechen. "Leider", wie die Verkehrspolizei-Inspektion Coburg in einer Pressemeldung betont. Die Verkehrspolizei Coburg habe am Dienstagmorgen routinemäßig Verkehrskontrollen des Güterverkehrs auf der A73 zwischen den Anschlussstellen Coburg und Ebersdorf durchgeführt.

Bei den Kontrollen erweckte ein Schaustellertransport mit Münchener Kennzeichen das Interesse der Polizisten. "Der Transport wurde deshalb auf der Parkplatz- und WC-Anlage einer Kontrolle unterzogen", wie es in der Polizeimeldung heißt.

Genehmigung war da - nur nicht im Skyfall-Transport

Bei der Kontrolle hätten die Beamten festgestellt, dass die für den überlangen Transport erforderliche Ausnahmegenehmigung schon vor Jahren abgelaufen war. Mit knapp drei Metern Überlänge durfte der Schausteller-Lastwagen also so nicht wieder auf die Autobahn, und die Polizei musste die Weiterfahrt unterbinden.

Unterwegs war hier der Freefall-Tower "Skyfall" des Münchener Schausteller-Unternehmens Michael Goetzke Freizeittechnologie, wie Mitinhaberin Michaela Goetzke auf Anfrage von inFranken.de bestätigt. "Wir haben eine aktuelle Genehmigung, sie lag nur nicht im Auto", erklärt sie. Die Papiere seien bereits mit einem anderen Fahrzeug am Fahrtziel Hannover angekommen, wo sie aber aufgrund der Aufbauarbeiten nicht so schnell auffindbar waren. In Hannover soll der "Skyfall" beim Schützenfest aufgestellt werden, das vom 3. bis 12. Juli stattfindet.

Und während man sich in Deutschland gerne mal über eine Polizei beklagt, die vermeintlich alles zu genau nimmt, und über Behörden, die für jedes Papier ewig brauchen, erzählt Michaela Goetzke eine ganz andere Geschichte.

"Wir hoffen, dass er sein Ziel Hannover rechtzeitig erreicht hat."

Für die erforderliche Genehmigung sei die Regierung der Oberpfalz zuständig, sagt sie. Und der schnellste Weg sei gewesen, von dort eine Kopie der gültigen Ausnahmegenehmigung für den überlangen Transport zu besorgen. Und das ging - schnell. Innerhalb einer Viertelstunde habe ihr die Behörde die Kopie elektronisch gesendet. Die habe sie weitergeleitet zum Fahrer des Transports.

"Die Polizisten waren auch sehr nett zu unserem Fahrer", berichtet Michaela Gotzke. Die Beamten hätten ihm eine Telefonnummer hinterlassen, auf der er sich melden sollte, sobald die Genehmigung vorliege. Innerhalb kürzester Zeit seien sie dann wieder auf der Rastanlage bei Coburg gewesen. "Die haben sich das dann kurz angeschaut und haben ihn fahren lassen."

In der Pressemeldung der Polizei heißt es dazu: Im Laufe des Vormittags konnte der Schausteller eine gültige Genehmigung einholen. Und sie drücken die Daumen: "Wir hoffen, dass er sein Ziel Hannover rechtzeitig erreicht hat."

Hat er, wie Michaela Goetzke auf Anfrage von inFranken.de bestätigt.

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