Justiz
Ermittlungen in Coburg gegen KZ-Wachmann
Mahnmal zum Gedenken an das KZ Ravensbrück.
Mahnmal zum Gedenken an das KZ Ravensbrück.
Foto: Soeren Stache/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Die Staatsanwaltschaft Coburg ermittelt gegen einen ehemaligen Wachmann des KZ Ravensbrück.

Dir Ermittlungen richten sich laut einem Bericht der „taz“ gegen einen 98 Jahre alten Mann. Weil er im Landkreis Coburg lebe, sei die Staatsanwaltschaft Coburg nun mit den Ermittlungen betraut. Demnach hatte die Staatsanwaltschaft Neuruppin das Verfahren zuvor abgegeben. Laut „taz“ ist der Grund dafür das sogenannte Wohnortprinzip, demzufolge in der Nähe des Angeklagten verhandelt werden soll. Für den Mann gilt das Jugendstrafrecht.

Er soll von April 1943 bis Mai 1945 im Konzentrationslager Ravensbrück Dienst getan haben. Somit habe er den Tod von Häftlingen erst ermöglicht. Ein medizinisches Gutachten deute auf die Verhandlungsfähigkeit des Mannes hin, die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen. Anklage könne im Frühjahr 2023 erhoben werden, ein Prozess im Spätsommer beginnen.

Im KZ Ravensbrück waren als 130.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1000 Mädchen interniert. Rund 28.000 Menschen sind hier umgebracht worden.

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