Die Planungen für den Neubau des Sana Klinikums Coburg auf dem Gelände der ehemaligen BGS-Kaserne kommen voran. Wie die Sana Kliniken Oberfranken mitteilen, übernimmt das Münchner Büro Ludes Architekten-Ingenieure die Gesamtplanung des Großprojekts. Der Vorentwurf soll bis Herbst 2026 vorliegen, der Baubeginn ist für 2028 vorgesehen. Die Inbetriebnahme samt Umzug ist zum Jahreswechsel 2033/34 geplant.
„Der geplante Neubau schreitet planmäßig voran“, sagt Pressesprecherin Sarah Boost. Mit Ludes habe man einen erfahrenen Generalplaner gewonnen, der über ausgewiesene Expertise im Klinikbau verfüge und damit beste Voraussetzungen für eine qualitativ hochwertige und termingerechte Umsetzung mitbringe.
Atmosphäre und Technik verbinden
Das Familienunternehmen in dritter Generation entwickelt seit rund 70 Jahren Gesundheitsbauten. Ziel sei es, „Atmosphäre und Technik, Mensch und Maschine perfekt zu verbinden und architektonisch erlebbar zu machen“, heißt es. Zu den Referenzen zählen unter anderem der Neubau des Funktionstraktes sowie die Sanierung des Klinikums am Bruderwald in Bamberg (2009–2015) und das neue Eltern-Kind-Zentrum in Nürnberg.
Für die Sana Kliniken markiert die Beauftragung einen wichtigen Meilenstein: „Wir gehen damit konsequent den nächsten Schritt auf dem Weg zu einem modernen, zukunftsfähigen Klinikum für die Menschen in Oberfranken und Südthüringen“, betont Cluster-Geschäftsführerin der Sana Kliniken Oberfranken, Melanie John. Seit der Übernahme der Häuser halte man am Zeitplan fest. „Unser Ziel bleibt eine zukunftssichere medizinische Versorgung für die gesamte Region.“
Das Neubauprojekt hat eine lange Vorgeschichte: Das Klinikum Coburg war seit 2008 Teil des Regiomed-Verbunds. Nach der Insolvenz der Regiomed Kliniken GmbH im Jahr 2024 übernahm die Sana Kliniken AG die Standorte Coburg, Lichtenfels und Neustadt bei Coburg. Seit dem 1. November 2024 firmieren sie als Sana Kliniken Oberfranken.
Breites Spektrum der Medizin
Auf der Lauterer Höhe soll ein umfassender Gesundheitscampus entstehen. Herzstück ist das Klinikgebäude mit rund 78.000 Quadratmetern Bruttogrundfläche und etwa 37.000 Quadratmetern Nutzfläche. Ergänzt wird es unter anderem durch ein Gesundheitszentrum mit MVZ, ambulanter Dialyse, Strahlentherapie und Pathologie, ein Bildungszentrum sowie ein Parkhaus.
Medizinisch setze das neue Klinikum auf ein breites Spektrum: Geplant sind eine moderne Notaufnahme, sieben Operationssäle (darunter ein Hybrid-OP), eine Intensivstation, eine Intermediate-Care-Einheit, eine Stroke Unit sowie Angebote in Palliativmedizin und Akutgeriatrie.
Für das Projekt wird derzeit eine Förderquote von rund 75 Prozent erwartet. Verbindliche Aussagen sind jedoch erst im weiteren Verfahren möglich. Die Aufnahme in das bayerische Jahresbauprogramm erfolgte bereits 2023. Der Freistaat hält ungeachtet des Trägerwechsels an seiner Förderzusage fest – ein Signal, das die Sana Kliniken ausdrücklich begrüßen.
60 Monate Bauzeit
Mit der Beauftragung des Generalplaners beginnt nun die nächste Phase: Das Funktions- und Raumprogramm wird in eine Vorentwurfsplanung überführt. Nach deren Fertigstellung und Abstimmung mit der Regierung von Oberfranken bis Herbst 2026 folgen die Bau- und Ausstattungsplanung sowie der Förderantrag, der bis August 2027 eingereicht werden soll. Für die Bauzeit sind rund 60 Monate angesetzt.












