Gutachten belegt
Top-Noten für die Herzspezialisten von Coburg
Dr. Christian Mahnkopf (rechts), Chefarzt der Kardiologie und Angiologie am Klinikum Coburg, steht zusammen mit Dr. Steffen Schnupp im Herzkatheterlabor des Klinikums.
Dr. Christian Mahnkopf (rechts), Chefarzt der Kardiologie und Angiologie am Klinikum Coburg, steht zusammen mit Dr. Steffen Schnupp im Herzkatheterlabor des Klinikums.
Foto: Birgit Schwabe
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Die Kardiologie des Regiomed-Klinikums in Coburg wurde als Schwerpunktklinik Herzinsuffizienz zertifiziert. Was daraus für Patienten folgt.

Auch am Regiomed-Klinikum Coburg steigt die Zahl der Betroffenen von Her-Insuffizienz  seit Jahren an (siehe unten). Da die Herzschwäche einer der häufigsten Gründe für eine Krankenhauseinweisung ist, möchte die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie mit dem Aufbau spezialisierter Strukturen eine qualitätsgesicherte Behandlung gewährleisten.

Prüfung schon im Mai in Coburg

Einer Pressemitteilung zufolge wurde bereits im Mai 2022 die Klinik für Kardiologie und Angiologie am Regiomed-Klinikum Coburg einem umfangreichen Audit zur Zertifizierung der sogenannten „Heart Failure Unit (HFU)-Schwerpunktklinik“ (Schwerpunktklinik Herzinsuffizienz) unterzogen. Diese Zertifizierung zielt auf eine qualitätsgesicherte integrierte Versorgung für herzinsuffiziente Patienten ab. Auditoren der Universitäten Würzburg und Leipzig prüften neben den technischen Voraussetzungen insbesondere auch das medizinische Know-how des kardiologischen Fachbereiches und der verschiedenen Funktionsbereiche.

Gutachter-Bericht äußerst positiv 

Der von den Gutachtern erstellte Auditbericht wurde in der Folge dem zuständigen Gremium der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung zur Bewertung vorgelegt. Zur großen Freude des gesamten Teams sowie der Klinikleitung zeigt sich der nun vorliegende Bericht außerordentlich positiv. Die Auditoren bestätigten und würdigten unter anderem die breit aufgestellten kardiologischen Leistungen sowie die speziell ausgebildeten Herzinsuffizienzschwestern. Die Kardiologische Abteilung in Coburg habe neben einer hohen medizinischen und pflegerischen Expertise und Behandlungskompetenz auch umfassende therapeutische Möglichkeiten zur Behandlung der akuten Herzinsuffizienz.

Eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Herzinsuffizienz ist nicht nur wünschenswert, sondern für eine umfassende Behandlung der Betroffenen essenziell

Eine überregionale Zusammenarbeit, beispielsweise wie mit dem Uniklinikum Jena bei der Behandlung von Herzinsuffizienz-Patienten, wird bereits praktiziert. Eine Vernetzung mit niedergelassenen Kardiologen wird von der Prüfstelle zusätzlich empfohlen und soll nach der Vorstellung von Dr. med. Christian Mahnkopf, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Angiologie am Regiomed-Klinikum Coburg zügig ausgestaltet und umgesetzt werden. „Im Rahmen unseres Regiomed-Zentrums für Kardiologie, das erst in diesem Jahr gegründet wurde, arbeiten wir bereits eng mit einem großen Netzwerk an klinischen sowie fachärztlichen Herzspezialisten zusammen. Eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Bereich der Herzinsuffizienz ist nicht nur wünschenswert, sondern für eine umfassende Behandlung der Betroffenen essenziell“, sagt Mahnkopf.

Coburg ist nun eine von 73 HFU-Schwerpunktkliniken deutschlandweit und festigt damit den überregionalen Ruf der kardiologischen Abteilung, so die Mitteilung. Die Zertifizierung hat nun bis Juli 2025 Bestand, bis dahin sollen die Strukturen für ein Herzinsuffizienz-Netzwerk aufgebaut werden.

Das ist Herzinsuffizienz

Herzerkrankungen sind weit verbreitet. Dabei ist die Herzinsuffizienz, also eine Herzschwäche, ein häufig vorkommendes allgemeines Symptom, das auf viele ernsthafte Erkrankungen des Herzens hindeuten kann. Bei einer Herzinsuffizienz ist das Herz nicht mehr in der Lage, die benötigte Menge Blut durch den Körper zu pumpen. Dies hat zur Folge, dass die Organe nicht mehr mit ausreichend Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden können. Nach Schätzungen der Deutschen Herzstiftung sind rund vier Millionen Menschen in Deutschland davon betroffen.

Lesen Sie weitere Berichte aus dem Regiomed-Klinikum Coburg:

 

Inhalt teilen

Oder kopieren Sie den Link: