Theater in Coburg
Landestheater braucht kurzfristig eine neue Hexe
„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ am Landestheater Coburg: Kerstin Hänel in der Rolle der Geldhexe Tyrannja Vamperl.
„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ am Landestheater Coburg: Kerstin Hänel in der Rolle der Geldhexe Tyrannja Vamperl.
Annemone Taake
Oliver Schmidt von Oliver Schmidt Coburger Tageblatt
Coburg – Beim Weihnachtsstück „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ kommt es am Wochenende zu einer kuriosen Umbesetzung.

Als Zuschauer darf man immer wieder überrascht und gerne auch begeistert sein, wie gut die Akteure des Coburger Landestheaters im kurzfristigen Improvisieren sind. Nur mal so zur Erinnerung: Als bei den diesjährigen Sommerfestspielen im Hofgarten „Don Camillo und Peppone“ aufgeführt wurde, fiel kurz vor der Premiere der „Jesus“-Darsteller aus. Um die Vorstellung zu retten, sprang der als „Allzweckwaffe“ bekannte Schauspieler Benjamin Hübner ein. Kurioserweise fiel dann kurz vor der allerletzten Aufführung im Hofgarten der „Peppone“ aus – und erneut war es Benjamin Hübner, der einsprang.

Umbesetzung auch bei "Mein Kampf"

Auch in der neuen Spielzeit 2022/2023 gab es bereits eine kreative Umbesetzung: Als in „Mein Kampf“ der Darsteller des „Lobkowitz“ ausfiel, sprang Hans Ehlers sein. Das war vor allem deshalb sehr bemerkenswert, weil Hans Ehlers ein sehr junger Schauspieler ist, es sich beim „Lobkowitz“ aber um einen alten Mann handelt.

Frederik Leberle ist Regisseur vom „Wunschpunsch“ am Landesthaeter Coburg.
Frederik Leberle ist Regisseur vom „Wunschpunsch“ am Landesthaeter Coburg.
Annemone Taake

An diesem Wochenende nun sind die Augen auf Frederik Leberle gerichtet. Der ist eigentlich Schauspieler, fungiert beim Weihnachtsmärchen „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ allerdings als Regisseur. Doch kurzfristig gibt es jetzt einen Ausfall zu beklagen: Um die insgesamt vier Vorstellungen am Samstag und Sonntag zu retten, muss die Rolle der Geldhexe Tyrannja Vamperl neu besetzt werden. Zum Retter soll diesmal der Regisseur höchstpersönlich werden: Frederik Leberle springt ein! Wie es in einer Pressemitteilung heißt, nehme er die Herausforderung „mit Humor“ und freue sich vor allem auf die „feminine Verwandlung“. Restkarten gibt’s an der Tageskasse und unter landestheater-coburg.de

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