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Kann sie repariert werden?
Ausgerechnet im Jubiläumsjahr: Kanone auf der Veste kaputt
Morsche Kanone Veste Coburg 2025
Die Kanone auf der Bärenbastei, Blickrichtung Thüringer Wald, ist aktuell abgesperrt. // Foto: Kunstsammlungen Veste Coburg
Coburg – Das Geschütz auf der Coburger Veste zeigt altersbedingte Schwächen. Das Wetter, die Kälte und die Jahre haben scheinbar Spuren hinterlassen. Unklar ist bislang, welche Zukunft das Relikt hat.

Ungewöhnlicher Anblick auf der Bärenbastei: Das Kanonengeschütz der Veste Coburg ist seit ein paar Tagen abgedeckt mit einer grünen Plane. Wenige Meter entfernt signalisiert ein Absperrband: Zutritt verboten. „Aus Sicherheitsgründen mussten wir das Geschütz absperren“, teilen die Kunstsammlungen der Veste Coburg mit. 

Ganz zum Bedauern der Besucher. Zum Glück habe sie die Kanone vorheriges Jahr gesehen, kommentierte ein Nutzer auf der Facebook-Seite der Kunstsammlungen. Eine Nutzerin schrieb: „Dann hoffen wir, dass sie instandgesetzt wird.“ Darauf antwortete die Kunstsammlungen der Veste mit: „Selbstverständlich.“

Wie dem Tageblatt auf Nachfrage bestätigt wurde, steht aber noch nicht fest, wie es mit dem Geschütz weitergehen soll.

In die Jahre gekommen – die Kanone auf der Veste zeigt Altersschwäche

Die Witterung in den letzten Jahren habe ihr nicht gutgetan, deshalb habe man sie mit einer grünen Plane präventiv zugedeckt, erklärt Cornelia Stegner, Pressesprecherin der Kunstsammlungen der Veste Coburg. „Der Holzunterbau ist morsch geworden, und manche Teile und Schrauben rosten.“ Zur Sicherheit der Besucher, sagt sie, „dass beispielsweise niemand darauf klettert, ist der Bereich abgesperrt“. 

Auf die Frage, wann die historische Kanone für Vestebesucher wieder zugänglich ist, reagiert Stegner zurückhaltend. „Es ist so, dass die Entscheidung, was mit dem Geschütz passieren soll, noch aussteht.“ Ein Datum, wann das sein wird, könne sie noch nicht nennen. Es bleibt also vorerst offen, ob es restauriert und dort stehen bleibt oder unter das Dach gestellt wird. „Aber wir finden da eine Lösung“, sagt die Pressesprecherin. 

Veste Coburg
Die Veste Coburg (Archivbild) // Foto: Daniel Vogl/dpa

Geschütze auf der Veste Coburg erlitten dasselbe Schicksal

Die Kanone wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut. Ursprünglich war sie ein Belagerungsgeschütz. Stegner zufolge wurde sie 1868 zum Festungsgeschütz umgebaut. „Der Kanonenlauf ist gleich geblieben. Die Technik und den Unterbau hat man angepasst.“ Vor knapp zehn Jahren standen noch mehr als zehn Geschütze auf der Burgmauer. Die erlitten aber das gleiche Schicksal wie das Geschütz auf der Bärenbastei. Das Wetter, die Nässe, die Kälte – „Das haben die Holzlafetten dauerhaft nicht ausgehalten“, erklärt Cornelia Stegner. Eine Holzlafette ist ein Gestell, das Waffen wie eine Kanone befestigt.

800 Jahre Veste Coburg: Großes Jubiläumsjahr

Die anderen Geschütze stehen in der „Gedeckten Batterie“, in der Artillerieausstellung der Veste. Die ist der Teil der Burgmauer. Ein Dach schütze die Relikte vor der Witterung, erklärt Stegner – sicherlich ganz zur Freude der Besucher. Dieses Jahr hat die Veste ihr Jubiläum zum 800-jährigen Bestehen. 

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