Beim Coburger Neujahrskonzert, das am Samstag (6. Januar 2024) im Kongresshaus Rosengarten stattfindet, wird unter anderem die „Tritsch-Tratsch Polka" von Johann Strauss erklingen - gespielt vom Philharmonischen Orchester des Landestheater Coburg unter der Leitung von Generalmusikdirektor Daniel Carter.
Interesse aus Kiel an Daniel Carter
Nicht Tritsch & Tratsch, sondern eher Klatsch & Tratsch gab es zuletzt um eben jenen Daniel Carter. Denn das Theater Kiel hatte ein Auge (und vor allem ein Ohr) auf den Coburger Generalmusikdirektor geworfen. Daniel Carter ist zwar erst seit Februar 2021 in der Vestestadt tätig, doch in der Szene war bekannt, dass sein Vertrag zum Ende der Spielzeit 2023/2024 ausläuft. Deshalb war das Theater Kiel aktiv an Daniel Carter herangetreten und hatte ihn zu einem Probe-Dirigat eingeladen.
Dass diese besondere Form des Vorstellungsgesprächs ausgerechnet zwei Tage nach der Eröffnung des Globe stattfand, hatte in Coburg für etwas Irritationen gesorgt. Denn spätestens mit der Eröffnung der Interimsspielstätte wollte das Landestheater ja endlich wieder voll durchstarten und sich ausschließlich aufs Künstlerische und Musikalische konzentrieren. Personalwechsel hatte es zuvor ja schon reichlich gegeben. Unter anderem hatten sich der bisherige Intendant Bernhard F. Loges sowie der bisherige kaufmännische Direktor Fritz Frömming verabschiedet.
Vier Direktoren leiten das Landestheater Coburg
Geleitet wird das Landestheater Coburg seit der Spielzeit 2023/2024 von einem sogenannten Direktorengremium - bestehend aus den Direktorten der einzelnen Sparten. Dies sind: Matthias Straub (Schauspiel), Neil Barry Moss (Oper), Mark Mc Clain (Ballett) und eben Daniel Carter (Musik).
Um so mehr dürfte in Theaterkreisen jetzt diese Mitteilung für Beruhigung sorgen: Daniel Carter bleibt! So wurde dem Coburger Tageblatt auf Anfrage bestätigt, dass die Stadt Coburg als Arbeitgeber den auslaufenden Vertrag mit Daniel Carter verlängert hat. Über die Laufzeit der neuen Vereinbarung wurden keine Angaben gemacht.
Doch unabhängig von der genauen Laufzeit sorgt die Vertragsverlängerung jetzt erst einmal für Kontinuität. Und auch beim Neujahrskonzert, das unter dem Motto steht „I could have danced all night“ können sich alle Beteiligten voll und ganz auf die Musik konzentrieren.
Wer ist Daniel Carter?
Wie auf der Internetseite des Landestheaters Coburg nachzulesen ist, studierte Daniel Carter Komposition und Klavier an der Universität in Melbourne. Von 2013 bis 2015 war er zunächst als Korrepetitor, später als Dirigent und Musikalischer Assistent der Generalmusikdirektorin Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper engagiert.
In den Spielzeiten 2015/16 bis 2018/19 war er Erster Kapellmeister am Theater Freiburg und anschließend Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin. Zudem gastierte er unter anderem an der Oper Köln, am Theater Trier, am Aalto Musiktheater Essen, beim Queensland Symphony Orchestra sowie an der Akademie des Sinfonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, der Oper Leipzig und am Stadttheater Bern.
Am Landestheater Coburg ist Daniel Carter seit Februar 2021 als Generalmusikdirektor tätig. Er trat die Nachfolge von Roland Kluttig an, der nach Graz gewechselt war.
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