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Fanta 4: mega Open-Air-Finale
„Jede Woche Coburg! Jeden Sonntag Coburg!“
Die Fantastischen 4 in Coburg: Finale beim Huk-Open-Air
Starker Gig und viel Liebe für Coburg: Die Fantastischen 4 beim HUK-Open-Air-Sommer. // Foto: Hagen Lehmann
Fanta 4 in Coburg
Die besten Bilder von den Fanta 4 // Hagen Lehmann
Fanta 4 in Coburg
Die besten Bilder von den Fanta 4 // Hagen Lehmann
Fanta 4 in Coburg
Die besten Bilder von den Fanta 4 // Hagen Lehmann
Fanta 4 in Coburg
Die besten Bilder von den Fanta 4 // Hagen Lehmann
Fanta 4 in Coburg
Die besten Bilder von den Fanta 4 // Hagen Lehmann
Coburg – Die Fanta4 Vier legten ein starkes Finale des Open-Air-Sommers hin. Mit so üppiger Leinwandbegleitung, dass man denken konnte, man sei auf einem Video-Event statt eines Konzerts. Aber beides stimmte.

Was für ein Glück, dass diese Stadt Coburg heißt. Co-burg, zwei Silben nur. So oft schrien, sangen, riefen die Fantastischen 4 am Sonntagabend den Stadtnamen – in Castrop-Rauxel, Bietigheim-Bissingen oder Rothenburg ob der Tauber wären sie gar nicht zum Rappen gekommen, hätten sie ständig der Stadt gehuldigt.  

Die Fantastischen 4 in Coburg: Finale beim Huk-Open-Air
Smudo: „Hab ich schon Coburg gesagt?“ // 

Smudo machte sich am Ende sogar einen Spaß daraus, es zweimal in einem Satz zu sagen: „Coooooburg! Ah... hab ich das schon gesagt? Coooooburg!“ Ob die Fantas das in jeder Stadt machen, in der sie spielen, ob sie am Sonntag besonders viel gute Laune verbreiten wollten, ob es für sie wirklich ein besonderer und toller Abend war? Blieb offen, aber: Auch das letzte könnte zutreffen. Denn die deutschen Hip-Hop-Könige legten einen sehr starken Auftritt hin.

Von „Die Da?!?“ bis „44 Tausend“

Musikalisch zogen sie dabei alle Register, vom schweren Rock-Gitarrensolo („Inferno“) über einen Orgelpart in „Tag am Meer“, den auch Ray Manzarek von den Doors nicht anders angeboten hätte, bis eben hin zu allen Hits, die wohl die allermeisten in Deutschland kennen, und darüber hinaus. Vielleicht sogar in der ganzen Welt?

Nein, dafür hatte es nicht gereicht, sagte Thomas D selber. „Damals, da trafen sich vier Jungs in Stuttgart und sagten, wir machen jetzt deutschen Hip-Hop und werden damit weltberühmt. Dafür brauchen wir nur einen Hit. Gut, hat nicht ganz geklappt, aber Deutschland, Österreich, Schweiz, immerhin. Und den Hit haben wir geschrieben.“ Das Ganze war dann die Einleitung zu „Die Da?!?“, der erste Mega-Seller der vier von 1992.

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Ganz egal, was uns gerade quält, noch sind unsere Tage nicht gezählt

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Thomas D Die Fantastischen 4

Auch alle anderen Hits gab es am Sonntag in Coburg. Zu „Der Picknicker“ ging DeeJot Hausmarke (Michael Beck) zum ersten Mal auf den Laufsteg ins Publikum, „Sie ist weg“, „Troy“, der „Tag am Meer“ – alles da. Aber eben auch alles, was neu an und von den Fanta 4 ist. Als zweiten Song spielten sie zum Beispiel „44 Tausend“, ein Titel vom neuen Album „Long Player“. Und zwischendurch nahmen sie komplett das Tempo raus und schlossen an das langsame „Tag am Meer“ den Song „Inferno“ von der neuen Platte an. Thomas D singt darin über das Leben und die Vergänglichkeit („Ganz egal, was uns gerade quält, noch sind unsere Tage nicht gezählt“).

Bemerkenswert war der Einsatz der Videoleinwände. Meist sind auf ihnen „nur“ die Künstler im Großformat zu sehen. Die Fantastischen Vier nutzten sie als voll in das Konzert eingebundenes optisches Element. Screenshot-Folgen aus dem Bühnenvideo in Echtzeit, Scherben-Optik, nur die schwarzen Silhouetten der vier vor einem tief rosa Hintergrund („Tag am Meer“), das Konzept, den Live-Gig und die Musik mit Video zu verbinden, ging auf. 

Die Fantastischen 4 in Coburg: Finale beim Huk-Open-Air
Voller Energie: Thomas D // Foto: Hagen Lehmann

Und das Publikum dankte es. Mit 7000 Fans ist der Schlossplatz nicht wirklich voll, aber die, die da waren, kannten die Texte, gingen mit den Stimmungen mit, hörten zu, ließen sich treiben, oder feierten wild mit. 

Tja, und irgendwie merkten die „Fanta 4“ dann auch, dass sie wohl zu lange - 2008 zum davor letzten Mal – nicht in Coburg waren. „17 Jahre ist das schon her?“, fragte sich Thomas D. „Ja, war immer schon alles besetzt“, sagte Smudo. Und dann: „Ab jetzt jede Woche Coburg! Jeden Sonntag Coburg! Seid Ihr dabei?“ Ja, einige bestimmt. 

Morgen lesen Sie: Was die Omas gegen Rechts auf dem Konzert gemacht haben. UND: So ging es im Shuttle-Bus ab.

 

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