„Der Neubau des Globe wurde unter höchsten Standards der Energieeffizienz geplant und realisiert. Trotz dieser sorgfältigen Planung zeigen die aktuellen Energiekosten einen hohen Verbrauch, der die ursprünglichen Prognosen übersteigt.“
So steht es in der Beschlussvorlage der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Und weil dieser „unerwartet hohe Energieverbrauch“ die
„Budgetierung des Landestheaters erheblich belastet“, begann die Suche nach den „Stromfressern“. Es waren die Kältemaschine und die Lüftungstechnik.
“Das Globe ist nicht nur eine Versammlungsstätte für Abendveranstaltungen, sondern wird tagsüber intensiv für Proben, Aufbauten und technische Vorbereitung genutzt.
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Die erste Maßnahme gegen den hohen Stromverbrauch ist so ähnlich, wie wenn man zu Hause sparen will: Wenn keiner in der Küche ist, wird das Licht ausgemacht. Beim Globe heißt das: Es wurde übergangsweise eine Nachtabschaltung für die Kältemaschine und die Lüftung umgesetzt. Kirsten Köhn von der Stabsstelle sagt aber auch klar: Die Energiestandards beim Globe seien „stimmig“. Und dass die Anlage bislang auch nachts gelaufen sei, liege daran, dass das Globe nicht nur in Betrieb sei, wenn Vorstellungen sind. Köhn: „Das Globe ist nicht nur eine Versammlungsstätte für Abendveranstaltungen, sondern wird tagsüber intensiv für Proben, Aufbauten und technische Vorbereitung genutzt. Das erklärt bereits einen Teil des Energieprofils – und zeigt, dass wir den Verbrauch nicht mit einem klassischen Theater- oder Hallenbetrieb vergleichen können.“
Wichtig sei, dass Lüftung, Kälte und Entfeuchtung dauerhaft sichergestellt seien, unter anderem der Musikinstrumente wegen, die im Globe lagern. Die Prüfung habe aber ergeben, dass die Nachtabschaltung trotzdem möglich sei.
In einem folgenden Schritt soll die Kältemaschine mit der Leittechnik des Gebäudes verbunden werden. Das heißt: Die Anlagen des Globe regulieren intelligent, welche Leistung es bei welchen Gegebenheiten, zum Beispiel Luftfeuchtigkeit, brauche. Das sei beim Bau des Globe nicht direkt geschehen. Warum? Möglicherweise aus Kostengründen, das könne die Stabsstelle aber nicht mehr genau nachvollziehen, bei der Planung habe es sie noch nicht gegeben.
Globe umkreist
100 Kilowattstunden am Tag
Diese Umrüstung werde rund 10.000 Euro kosten, sagt Köhn. Und das sei ungefähr der Betrag, der sich auch durch geringeren Stromverbrauch sparen lasse. Alleine durch die Nachtabschaltung der Geräte könnten rund 100 Kilowattstunden am Tag gespart werden, bei aktuellen Strompreisen seien das rund 11.000 Euro.
Die energetische Analyse, die es jetzt beim Globe gab, soll es auch in Zukunft anderswo geben. Bei neuen oder sanierten Gebäuden will die Stadt die Energieverbräuche optimieren und ein digitales Energiemanagement aufbauen. Dass es aber, wie beim Globe, immer eine gewisse Zeit braucht, bis ein verlässliches Monitoring abgeschlossen sei, sei üblich, sagt Köhn. „Das dauert bei solchen Projekten in der Regel bis zu drei Jahre.“










