„Wir erwarten eine Persönlichkeit, die mit hoher Motivation und einem umfassenden sowie fundierten Kompetenzkatalog befähigt ist, das Landestheater organisatorisch und wirtschaftlich zu führen und mit einer modernen Führungs- und Verwaltungskultur zukunftsfähig auszurichten.“
So steht es in der Stellenbeschreibung der Stadt. Ab dem September 2026 wird ein neuer kaufmännischer Direktor gesucht. Heißt: Bernd Vorjans geht. Der 64-Jährige ist erst seit dem Februar 2024 verantwortlich. Damals trat er die Nachfolge von Fritz Frömming an, der 2023 Geschäftsführer der Theater und Philharmonie Essen GmbH wurde. In der Übergangszeit hatte Sonja McClain das Theater kaufmännisch geführt.
Vorjans hatte zuletzt einen schweren Stand, als es um die Finanzen des Landestheaters ging. Im Juli hatte er im Stadtrat die Spielzeit 2024/2025 bilanziert. Dabei hatte er sich aber nur auf die erzielten Einnahmen durch den Ticketverkauf bezogen, die Ausgabensituation aber nahezu ausgelassen. Das wurde damals ebenso kritisiert wie die Aussage, dass sich die Führungsspitze des Landestheaters erst im September Gedanken machen werde, wie sich in der Spielzeit 2025/2026 noch Kosten sparen lassen.
Reserven von Stadt und Freistaat
Denn: Das Jahr 2024 endete mit einem negativen Ergebnis in Höhe von 378.000. Dieses Defizit wurde aus einer Betriebsmittelreserve ausgeglichen, die aus Mitteln des Freistaates Bayern und der Stadt Coburg gebildet worden ist. Diese Reserve allerdings ist jetzt aufgebraucht. Dieses Ergebnis hatte Vorjans im Oktober dem Stadtrat präsentiert.
Vorjans war vor seinem Antritt in Coburg Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH in Essen. „Das klingt vielleicht nicht sehr nach Kulturbetrieb“, sagte Vorjans damals bei seiner Vorstellung in Coburg. Aber er sei auch dort zu hauptsächlich für das Theater zuständig gewesen und für die Konzerthalle. Dass er in seiner Amtszeit die Sanierung des Landestheaters nicht mehr mitbekommen würde, habe ihn damals schon geschockt. „Ich bin jetzt 63, nach dem regulären Rentenalter hätte ich sicher noch Lust, weiterzumachen. Aber ich bin nicht der, der jetzt die kommenden 20 Jahre hier sein kann“, sagte Vorjans im Februar 2024.
Jetzt geht Vorjans aber offenbar doch regulär in Rente.











