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Vorfreude
Friedliches Fest in Coburg: Samba verbindet die Welt
Von Mallorca nach Coburg: Die Mitglieder der Gruppe Calle Manigua sind vor allem auch für ihre  bunten und kreativen Kostüme bekannt. Am Samba-Festival in Coburg nehmen sie dieses Jahr zum ersten Mal teil.
Von Mallorca nach Coburg: Die Mitglieder der Gruppe Calle Manigua sind vor allem auch für ihre bunten und kreativen Kostüme bekannt. Am Samba-Festival in Coburg nehmen sie dieses Jahr zum ersten Mal teil. // Calle Manigua
Coburg – Beim Samba-Festival feiern Menschen aus vielen verschiedenen Ländern friedlich und ausgelassen. Die Gruppe Calle Manigua ist zum ersten Mal dabei. Ihre Anreise von Mallorca ist eine besondere Herausforderung.

Achtung: Gleich zum Auftakt des diesjährigen Samba-Festivals ist für 23.30 Uhr ein Wirbelsturm vorhergesagt. Es handelt sich allerdings – zum Glück – lediglich um einen Wirbelsturm der musikalischen und tänzerischen Art. Denn die spanische Gruppe Calle Manigua, die dann auf der Schlossplatz-Bühne auftreten wird, dürfte zu den schillerndsten Teilnehmer des gesamten Wochenendes gehören. „Sie sind wild und voller Power – ein echter Wirbelsturm“, schwärmt Festivalsprecher Thomas Apfel.

Beeindruckt vom Coburger Samba-Festival

Offiziell dabei beim Samba-Festival in Coburg ist Calle Manigua heuer zwar zum ersten Mal. Klar, die Gruppe hat sich ja auch erst vor gut einem Jahr gegründet. Doch einige Mitglieder der 13-köpfigen Truppe wissen sehr wohl, welch riesiges Spektakel sie in dieser eigentlich eher kleinen Stadt erwartet: „Einige von uns haben das Festival im vergangenen Jahr besucht“, erzählt eine Sprecherin der Gruppe dem Tageblatt. Man sei beeindruckt gewesen von diesem „größten Samba-Festival außerhalb Brasiliens“, das sowohl für die Besucher als auch die teilnehmenden Gruppen ein tolles Erlebnis sei.

Und vor allem: Man wisse, dass sich der organisatorische Aufwand lohne. Denn Calle Manigua ist auf Mallorca beheimatet. Hinzu kommt, dass sie außer großen Trommeln auch noch jede Menge bunte Kostüme sowie reichlich Schminke nach Coburg transportieren müssen. Die Sprecherin der Gruppe sagt es ganz offen und ehrlich: „Unser Gepäck ist für uns so wichtig, dass wir uns nicht trauen, es einfach mit dem Flugzeug auf die Reise zu schicken.“ Stattdessen werde man einen Kleinbus beladen, der dann am Dienstag – begleitet von vier Personen – mit dem Schiff nach Barcelona gebracht wird. Von dort geht’s rund 2000 Kilometer auf der Straße nach Coburg… Die übrigen Mitglieder der Gruppe haben es da deutlich bequemer und fliegen am Donnerstag von Palma nach Nürnberg.

Menschen mit derselben Leidenschaft

Dass die Gruppe diesen Aufwand auf sich nimmt, hat aber nicht nur mit der bloßen Freude an Show und Musik zu tun. Gerade zu einer Zeit, da in Europa Krieg ist, ist für Calle Manigua auch das friedliche Miteinander eine echte Herzensangelegenheit. „Wir glauben fest an die Stärke der Trommeln, um Menschen mit derselben Leidenschaft zusammenzubringen.“ Es klinge vielleicht nach einer leeren Phrase, räumt die Sprecherin ein, doch man sei sehr wohl der Meinung: „Musik hat die Kraft, Menschen zusammenzubringen – selbst wenn sie von völlig unterschiedlichen Orten der Welt kommen.“ Ebenso mache es der Gruppe immer wieder Spaß, mit vielen jungen Menschen zusammenzuarbeiten. Denn es sei tatsächlich so, dass die Trommel ein verbindendes Element sei.

Von Mallorca nach Coburg: Die Mitglieder der Gruppe Calle Manigua sind vor allem auch für ihre  bunten und kreativen Kostüme bekannt. Am Samba-Festival in Coburg nehmen sie dieses Jahr zum ersten Mal teil.
Von Mallorca nach Coburg: Die Mitglieder der Gruppe Calle Manigua sind vor allem auch für ihre bunten und kreativen Kostüme bekannt. Am Samba-Festival in Coburg nehmen sie dieses Jahr zum ersten Mal teil. // Calle Manigua

Aber auf was genau können sich die Besucher beim Coburger Samba-Festival freuen, wenn Calle Manigua die Bühne (oder auch zweimal eine Spielfläche) betritt? Nun, es ist eine Mischung aus heißen Trommel-Rhythmen und einer feurig-farbenfrohen Show. Man habe zudem – im wahrsten Sinne des Wortes – einige „Überraschungen“ im Gepäck, wie die Sprecherin sagt, um noch ein bisschen mehr die Neugierde zu wecken. Die Sprecherin weist übrigens darauf hin, dass die Utensilien, die für diese „Überraschungen“ benötigt werden, sicherheitshalber mit in den besagten Kleinbus gepackt werden…

Zahlreiche Auftritte am Wochenende

Und auf was freuen sich die 13 Mitglieder von Calle Manigua ? Zunächst einmal wiederholt die Sprecherin: „Das Wichtigste ist für uns das Zusammentreffen mit den vielen Menschen, die aus aller Welt nach Coburg kommen.“ Sie fügt aber auch noch an: „Von einem Bekannten haben wir gehört, dass es in Coburg die so ziemlich besten Würste in ganz Bayern geben soll. Das werden wir natürlich testen!“

Außer am Samba-Freitag (18.30 Uhr: Spielfläche Reithalle; 23.30 Uhr: Schlossplatz-Bühne) hat Calle Manigua weitere Auftritte am Samba-Samstag (14.30 Uhr: Schlossplatz Bühne; 21.30 Uhr: Marktplatz-Bühne; 0 Uhr: Spielfläche Loreley) sowie am Samba-Sonntag (12 Uhr: Schlossplatz-Bühne).

Hintergrund: Festival-Fieber

Serie Das diesjährige Coburger Samba-Festival findet von Freitag, 14., bis Sonntag, 16. Juli, statt. Zur Einstimmung stellen wir einige der Gruppen vor, die wieder aus aller Welt nach Coburg kommen werden.

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