Zugegeben: Auch der Nachname „Schmidt“ birgt, was die korrekte Schreibweise betrifft, ein paar Tücken. Wobei die Version mit „dt“ am weitesten verbreitet ist, vor allem in überwiegend evangelischen Regionen wie Coburg.
Die Schreibweise „Schmitt“ ist etwas seltener, aber immer noch häufiger als „Schmid“.
Das alles ist aber gar nichts im Vergleich zu dem Vornamen Mathias. Beziehungsweise: Matthias.
Ob mit einem t oder mit zwei „t“, das haben irgendwann mal Eltern entschieden. Die einen mögen sich – je nach Geschmack und Generation – eher von Matthias Schweighöfer oder Matthias Reim inspirieren lassen, andere denken vielleicht an den Publizisten Mathias von Gersdorff oder den Verleger Mathias Döpfner.
Mathias und Matthias in Coburg
Der Zufall (oder das Schicksal?) will es so, dass sich auch in Coburg gleich mehrere Männer tummeln, die Matthias (oder Mathias) heißen und die noch dazu in der Öffentlichkeit stehen. Verwechslungen bei der Schreibweise stehen deshalb leider fast an der Tagesordnung.
Dringend benötigt: Eselsbrücken
Weil das aber irgendwann mal aufhören muss, haben wir uns auf die Suche nach Eselsbrücken gemacht.
Beginnen wir mit Herrn Straub, dem Schauspieldirektor des Coburger Landestheaters. Sein Vorname schreibt sich: Matthias. Die dazugehörige Eselsbrücke lautet: Theater schreibt sich ja auch mit zwei „t“!
Kinderarzt mit nur einem „t“
Beim Herrn Zimmer, der für die Coburger CSU in den Stadtrat will, ist es ebenfalls der Beruf, der die Eselsbrücke liefert. Mathias Zimmer ist Kinderarzt. Also wird der Vorname mit nur einem „t“ geschrieben. Denn: In „Kinderarzt“ ist ja auch nur ein „t“!
Auf der SPD-Liste kandidiert Herr Neuf für den Stadtrat. Sein Vorname schreibt sich: Matthias. Wir schlagen dazu folgende Eselsbrücke: Neuf arbeitet als Verbandsreferent beim ASB. Der ASB hat auch Rettungswagen – und die fahren oft mit „Tatü-Tata“. Also mit mehr als nur einem „t“.
Professoren an der Hochschule Coburg
An der Coburger Hochschule wiederum gibt es gleich zwei Professoren, die mit Vornamen Mathias heißen – also mit nur einem „t“: Mathias Stübinger und Mathias Wilde. Der eine ist stellvertretender Leiter des Studiengangs Soziale Arbeit (Eselsbrücke: Soziale Arbeit schreibt sich auch nur mit einem „t“!), der andere ist Professor für Vernetzte Mobilität an der Fakultät Maschinenbau und Automobiltechnik. Puh, alleine in den Worten „Vernetzte Mobilität“ stecken ja so viele „t“, dass eine vernünftige Eselsbrücke, die zu nur einem „t“ führt, kaum möglich ist. Alternativ stecken wir die beiden Professoren einfach (zumindest sprichwörtlich) in einen Topf. Ein Topf, eine Schreibweise, ein „t“.
Der hartnäckige Schmidt
So, und nun zu einem bereits amtierenden Stadtrat, der auch noch „Schmidt“ heißt – Schmidt mit „dt“, wohlgemerkt, der Vorname Matthias schreibt sich in diesem Fall aber mit „tt“. Schade, da wäre eine schöne Eselsbrücke möglich gewesen, wenn er ein „Schmitt“ mit „tt“ wäre! Deshalb versuchen wir es so: Matthias Schmidt lässt sich eben nicht in vorgefertigte Muster pressen! Er ist ein meinungsstarker Charakterkopf, der – wenn es sein muss – hartnäckig für sein Recht kämpfen kann. Aktuelles Beispiel: Nachdem Matthias Schmidt vor ein paar Monaten zu einer Geldstrafe verurteilt worden war (Vorwurf: Widerstand gegen Polizeibeamte während der Feierstunde des CC-Pfingstkongresses), ist er gegen das Urteil in Berufung gegangen. In zweiter Instanz wurde er freigesprochen, und seit wenigen Tagen ist dieses Urteil auch rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hat nämlich keine Revision eingelegt.













