In Coburg wird gerne gemotzt. Zum Beispiel über eine (vermeintlich) unattraktive Innenstadt, zu viele Baustellen oder zu laute Trommeln beim Samba-Festival. Ganz aktuell bekommt der Open-Air-Sommer auf dem Schlossplatz sein Fett weg.
Erstens: Den Sänger Trettmann würde doch kaum einer kennen, und über nur 2000 Zuschauer müsste sich deshalb niemand wundern. Zweitens: Marius Müller-Westernhagen hätte sein Konzert bestimmt nur deshalb abgesagt, weil er keine Lust auf dieses unattraktive Coburg habe. Drittens: Wie bitte, schon wieder kommt die Gruppe PUR? Die waren doch erst 2019 und 2022 da!
Verdammt nochmal!
So, und nun holen wir ganz tief Luft, um anschließend kräftig auf den Tisch zu hauen: Verdammt nochmal, hört auf mit diesem Gemotze! Niemand wird gezwungen, die Open Airs zu mögen – aber niemand sollte sich erdreisten, anderen Menschen alles zu vermiesen.
Zu Trettmann: Ja, auch der Veranstalter hatte sich für Coburg etwas mehr Zuschauer erhofft. Doch leider hatte der Sänger seine geplante Hallen-Tournee im Winter kurzfristig abgesagt. Solche Tourneen gelten als wichtiges PR-Instrument, um den Kartenverkauf für eine Sommer-Tour anzukurbeln. Ärgerlich!
Zu Westernhagen: Der Sänger hatte nicht etwa keine Lust auf Coburg, sondern er ist krank, und zwar bis 28. August. Deshalb mussten noch weitere Konzerte abgesagt werden. Kann passieren!
Zu PUR lassen wir Zahlen sprechen: Zum Open Air 2019 kamen 8.000 Fans auf den Schlossplatz; 2022 waren es 10.000. An diesem Sonntag werden es mehr als 12.000 sein. Noch Fragen?
Hossa!
Auch die Schlagerparty mit Dieter Thomas Kuhn am Samstag verspricht ein Erfolg zu werden. Alle Motzer können gerne zu Hause bleiben. Wir aber holen die Schlaghosen raus und feiern das Leben und die Liebe! Hossa.
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