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Globe
Der Leuchtturm strahlt
Vorabend der Eröffnung: Das Globe Coburg leuchtet in die Nacht.
Vorabend der Eröffnung: Das Globe Coburg leuchtet in die Nacht. // Simone Bastian
Signet des Fränkischen Tags
Coburg – Mit einer feierlichen Gala wurde am Freitagabend das Globe in Coburg eröffnet. OB Sauerteig betont: „Es ist ein Interim!"

Eröffnung Globe: Ankunft des Publikums

Zur Eröffnung strömen die geladenen Gäste - Zeitraffer-Video von Andreas Brückner

„Herzlich willkommen in Deutschlands außergewöhnlichster Interimspielstätte!“ Zur Begrüßung am Freitagabend musste schon ein Superlativ her: Wann kann eine Stadt schon einen neuen Kulturbau eröffnen? Noch dazu einen, um den sich so viele bemüht haben – in diesem Fall nicht nur die Politiker, die für so etwas zuständig wären, sondern auch ortsansässige Unternehmen. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) musste also wirklich aufpassen, dass in seiner Ansprache niemand vergessen wurde.

Großzügige Sponsoren

Allen voran Brose, HUK Coburg und Kaeser Kompressoren. Sie gaben zusammen drei Millionen Euro für die Planung, nachdem Michael Stoschek, der Verwaltungsratsvorsitzende von Brose, die Initiative ergriffen hatte. Wenn die Stadt schon eine Interimsspielstätte für ihre Landestheater baut, dann eine besondere an einem besonderen Ort. Sauerteig erwähnte aber auch das Ehepaar Stahlberg, das der Stadt und dem Globe die zwei Glasaufzüge links und rechts vom Foyer gespendet hat. Nicht auf Firmen-, sondern auf eigene Kosten.

Viele wollten kommen

„Jeder wollte rein ins Globe“, sagte Sauerteig, sein Bedauern ausdrückend, dass nicht mehr Gäste berücksichtigt werden konnten. „Wir hätten gut und gerne mit der Nachfrage auch die Kapazitäten der HUK-Arena vollständig in Anspruch nehmen können.“ Aber für alle Neugierigen gibt es ja am Samstag (7. Oktober) den Tag der offenen Tür ab 15 Uhr.

„Itzphilharmonie"

„Mehr als acht Jahre haben Diskussion, Planung und Bau für dieses Gebäude benötigt“, sagte Sauerteig. Aber immerhin habe die „Itzphilharmonie“ weniger Zeit gebraucht als die Elbphilharmonie – und die Baukostensteigerungen seien ebenfalls nicht ganz so hoch. Wie hoch, sagte Sauerteig freilich nicht.

Sanierung wichtiger

Stattdessen gestand er ein, dass auch er seine „persönliche Beziehung zum Globe“ erst habe aufbauen müssen. Als Stadtratsmitglied hatte er noch gegen das Projekt gestimmt, weil ihm „die Sanierung des Stammsitzes am Schlossplatz wichtiger war und ist als ein großartiges Interim“. 

Doch nun freut auch er sich über den „Leuchtturm der Kunst und Kultur“, als der das Globe schon bezeichnet wurde. Er versäumte es auch nicht, die Namen Isabel Stengel und Anders Macht zu nennen. Die beiden hatten als Studenten der Hochschule Coburg den ersten Globe-Entwurf vorgelegt – freilich noch für den Standort Rondell am Schlossplatz. 

„Wo man liebt ..."

Es waren dann der Vorsitzende des Coburger Designforums Oberfranken, Auwi Stübbe, und Michael Stoschek, die die Idee eines Globe am Güterbahnhof vorantrieben. „Was blieb der Stadt angesichts so viel Kreativität und Begeisterung also übrig, als die Idee umzusetzen?“, fragte der OB rethorisch. Dafür, dass  die Planung und der Bau nicht immer konfliktfrei verliefen, fand Sauerteig  die Wendung „Wo man liebt, wird auch gestritten“. Und mit dem Ergebnis könnten ja wohl alle zufrieden sein. 

Landestheater soll wieder strahlen

Aber: Es sei „natürlich eine Interimsspielstätte. Wir alle wünschen uns, dass das ehrwürdige Landestheater wieder in neuem alten Glanz erstrahlt“, betonte der OB. Und: „Der Bauherr Freistaat dürfte sich noch etwas großzügiger zeigen, so wie der Bauherr Stadt Coburg beim Globe.“

Das Globe sei der südliche Pol des neuen Quartiers für Wissenschaft und Kultur, sagte Sauerteig. Den nördlichen Pol bildet das Schlachthofareal, „Creapolis“ der Hochschule Coburg und Coworking-Space von „Zukunft.Coburg.Digital“. Dazwischen liegt die Alte Pakethalle als Veranstaltungsort. 

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