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Streit um Posten
Klimaschutzbeauftragter: Sauerteig reagiert auf Seitenhieb
Klimaschutz
In der Coburger Stadtverwaltung wurde eine Klima-Unit geschaffen. Einen ehrenamtlichen Klimaschutzbeauftragten des Stadtrats hingegen wird es künftig nicht mehr geben. // Federico Gambarini/dpa/Symbolbild
Coburg – Der Stadtrat hat den ehrenamtlichen Posten eines Klimaschutzbeauftragten abgeschafft. Zuvor gab es Kritik am bisherigen Amtsinhaber. Der wehrt sich jetzt. Auch der OB schaltet sich erneut ein.
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Auch wenn der Posten eines ehrenamtlichen Klimaschutzbeauftragten jetzt vom Stadtrat abgeschafft wurde: Es sei wichtig gewesen, diesen Posten in der Vergangenheit und speziell auch in den vergangenen sechs Jahren zu haben. Dieser Meinung ist Stefan Sauerteig (SPD), der den Posten seit 2020 innehatte. Er unterstreicht dies in einer Stellungnahme und reagiert damit auf eine spitze Bemerkung von Christian Müller (FW-CSB). Müller hatte – in Abwesenheit von Stefan Sauerteig – gesagt: „Es spricht nicht für die Arbeit des jetzigen Klimaschutzbeauftragten, wenn der Posten jetzt abgeschafft werden soll.“ 

Stefan Sauerteig hält dagegen: „In den vergangenen sechs Jahren haben wir die Klimaschutzarbeit in Coburg komplett umgestaltet und in allen Bereichen der Stadtverwaltung als Querschnittsaufgabe verankert mit einer Klima-Unit, die Klimaschutz in Coburg vorantreibt, koordiniert und umsetzt.“ Diese Erfolge würden „weit über Coburg hinaus“ anerkannt werden. Er selbst habe auch dazu beigetragen, dass der Posten des Klimaschutzbeauftragten abgeschafft werden konnte - weil er der Überzeugung sei, dass die KlimaUnit eine „hervorragende Arbeit“ leiste. Sie zu stärken und ihr noch mehr Vertrauen zu schenken, sei ein richtiger Schritt. „Die Strukturen sind entscheidend verändert, die Aufgabe auf mehrere Schultern verteilt. Dazu habe ich mit struktureller Arbeit beigetragen.“

Zur Anmerkung von Christian Müller sagt Stefan Sauerteig schließlich noch: „Ich verstehe, dass politische Auseinandersetzung auch deftig sein muss. Anspielungen zu meiner persönlichen ehrenamtlichen Arbeit in meiner Abwesenheit sind für mich aber schon eine Frage des Stils.“

OB: „Das ist wahre Größe“

Stefan Sauerteig hat seine Stellungnahme auch in den sozialen Medien veröffentlicht. Dort wurde sie von seinem Bruder, Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD), kommentiert. „Die Stadt Coburg wird für ihre Klima-Arbeit überregional gewertschätzt“, schrieb er. Grundlage dafür sei die gemeinsame Arbeit seit 2020. Der OB weiter: „Nicht an Posten kleben, sondern nach erfolgreicher Arbeit und Wegbereitung den eigenen Posten abzuschaffen, das ist wahre Größe.“

 

 

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