Trauer, Dank und „im Angesicht des Todes auf der Seite des Sieges“ – dies sind die drei Aspekte, warum der Coburger Convent jedes Jahr am Vormittag des Pfingstmontags am Ehrenmal im Coburger Hofgarten zusammenkommt. Gedanken dazu formulierte Christhard George von der in diesem Jahr präsidierenden Turnerschaft Berlin.
Weitere Farb-Attacke auf Ehrenmal
Nachdem das Denkmal in den vergangenen Tagen und Wochen wieder mit Farbe beschmiert worden war, hatte es die Stadt gereinigt und eingepackt. Dennoch war wieder ein Beutel mit roter Farbe gegen die drei Figuren geworfen worden.
Zunächst legte der Coburger Convent einen Kranz im Ehrenmal der Stadt Coburg in den Arkaden am Schlossplatz nieder. Anschließend waren die Chargierten und Angehörige des CC zum Ehrenmal im Hofgarten gegangen.
Begleitet wurde auch dieser Teil des CC-Pfingstkongresses von Kräften der Bereitschaftspolizei und einer Gruppe berittener Beamter. Am Herzog-Alfred-Brunnen unweit des CC-Ehrenmals veranstaltete ein Bündnis aus Comun, Jusos, Die Linke, Grüne Jugend, Bündnis 90/Die Grünen Coburg-Stadt und Omas gegen Rechts ein Anti-CC-Picknick. „Torten essen statt Täter ehren“ war auf einem Transparent am Wegesrand zu lesen.
Nach den Worten von Christhard George ist „Trauer ist immer auch ein Zeichen von Trostlosigkeit und Angst“. Gleichzeitig bedeutet die Erinnerung an Verstorbene auch immer Dank zu sagen. „Ein Denk-Mal muss immer auch ein Dank-Mal sein“, folgerte George.
Die am Ehrenmal niedergelegten Kränze seien nicht nur Ausdruck der Trauer. „Wir legen bunte Blumen und Kränze an Gräber und Denkmäler. Das sind Zeichen des Sieges. Das Leben soll und wird über den Tod siegen.“
Pfarrer betet für Frieden
Den Gottesdienst hielt der Pfarrer Prof. Dr. Markus Witte. Er betete für Frieden für die Menschen in der Ukraine und im Nahen Osten.


















