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Coburger Convent
106 Jahre! Das älteste Mitglied der CC-Familie
Die 106-jährige Hilde Eggers war zu Besuch beim diesjährigen Pfingstkongress des Coburger Convents. Links der Gastgeber des Familientreffens von Teutonia Würzburg, Mathias Zimmer, rechts Coburgs Zweiter Bürgermeister Hans-Herbert Hartan.
Die 106-jährige Hilde Eggers, eng verbunden mit Teutonia Würzburg, war zu Besuch beim diesjährigen Pfingstkongress des Coburger Convents. Links der Gastgeber des Familientreffens von Teutonia Würzburg, Mathias Zimmer, rechts Coburgs Zweiter Bürgermeister Hans-Herbert Hartan. // 
Coburg – Pfingstkongress in Coburg? Da wollte Hilde Eggers unbedingt noch einmal hin. Sie ist 106 Jahre alt, fest verbunden mit Teutonia Würzburg und hat vor allem einen Rat an alle jüngere Menschen.

2022, beim ersten Pfingstkongress nach Corona, wurde es emotional. Damals war auch Hilde Eggers nach Coburg gekommen – „zum Abschied nehmen“, wie sich ihr Sohn Uli Eggers von der Landsmannschaft Teutonia Würzburg erinnert. Denn „Oma unkaputtbar“, wie er sie augenzwinkernd nennt, war immerhin schon stolze 103 Jahre alt.

Familienfest in Coburg

Drei Jahre später ist beim Pfingstkongress des Coburger Convents (CC) eigentlich alles wie immer. Viele alte Freunde treffen sich – und bei Teutonia Würzburg sind nach alter Tradition auch viele Freundinnen und Ehefrauen mit dabei. Zwischen dem Totengedenken am Montagvormittag und dem Festkommers am Montagabend gibt es ein großes Familienfest. Das findet seit 2015 beim Teutonia-Bundesbruder Mathias Zimmer statt, der in Coburg wohnt. Unter den Gästen auch dieses Mal: Hilde Eggers, mittlerweile 106 Jahre alt.

Schönes Seßlach, gute Coburger Bratwürste

„Coburg gehört dazu“, sagt Hilde Eggers mit leiser Stimme. Der erste Pfingstkongress, den sie besuchte, muss Anfang der 1970er Jahre gewesen sein. Damals an ihrer Seite: ihr Mann Paul Eggers, der 1965 den Weg zu Teutonia Würzburg gefunden hatte.

Ihr gefalle die Stimmung in Coburg, sagt Hilde Eggers. Sie habe auch immer gerne einen Ausflug nach Seßlach unternommen, und die Coburger Bratwürste seien ja sowieso die besten.

Bürgermeister überreicht Geschenke

Hilde Eggers mit Coburgs Zweitem Bürgermeister Hans-Herbert Hartan
Hilde Eggers mit Coburgs Zweitem Bürgermeister Hans-Herbert Hartan // Foto: Oliver Schmidt

Und 2025? „Ich bin herzlich empfangen worden“, freut sich Hilde Eggers. Sogar Coburgs Zweiter Bürgermeister Hans-Herbert Hartan schaute am Montagnachmittag vorbei, um die „älteste Convent-Besucherin“ zu begrüßen und ihr einige Präsente zu überreichen. In das Coburg-Buch, das er ihr schenkte, schrieb er eine Widmung: „mit großer Hochachtung und Dankbarkeit für Ihre Treue zu Coburg“.

Widmung für Hilde Eggers
 // Foto: Oliver Schmidt

Ihr Mann Paul ist leider bereits verstorben, doch mit ihrem Sohn Uli Eggers, der ebenfalls Mitglied bei Teutonia Würzburg ist, hat Hilde Eggers weiterhin einen guten Reisebegleiter.

Dieses Bild zeigt Hilde Eggers Mitte der 1990er Jahre zusammen mit ihrem mittlerweile bereits verstorbenen Mann Paul beim Pfingstkongress des Coburger Convents. Die Fahne schwenkt Sohn Uli.
Dieses Bild zeigt Hilde Eggers Mitte der 1990er Jahre zusammen mit ihrem mittlerweile bereits verstorbenen Mann Paul beim Pfingstkongress des Coburger Convents. Die Fahne schwenkt Sohn Uli. // Repro: Oliver Schmidt

Das Programm in diesem Jahr: Anreise am Montag, Besuch des Teutonia-Familienfests, anschließend noch ein kurzer Abstecher nach Seßlach. Dienstag geht’s wieder zurück nach Marl, schließlich steht bereits am kommenden Samstag das nächste Großereignis bevor: Hilde Eggers wird 107.

Immer positiv denken!

Wie schafft man es, so alt zu werden? Da fällt Hilde Eggers vor allem eines ein, was auch als Rat für alle jüngeren Menschen gedacht sein dürfte: „Ich habe immer positiv gedacht!“ Auf die Frage, ob sie besonders gesund gelebt habe, schweigt sie zunächst. Gesunde Ernährung? „Nein.“ Viel Sport und Bewegung? „Ich habe vier Kinder groß gezogen!“

Die Sache mit dem Fitnessstudio

Apropos Sport: Uli Eggers erzählt die Anekdote, dass seine Mutter im Alter von 95 Jahren damit begonnen habe, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Als sie 99 war, hatten die Inhaber eine Idee: „Sie wollten meine Mutter auf ein Plakat drucken und damit Werbung machen.“ Uli Eggers fragte nach, wie hoch denn die Gage sei. „Da meinten sie: Meine Mutter bekomme eine kostenlose Mitgliedschaft – und zwar auf Lebenszeit!“ Ob die Inhaber damals gedacht hätten, dass Hilde Eggers knapp acht Jahre später immer noch erstaunlich fit ist?!

Vier Kinder, zehn Enkel, ein Urenkel

Hilde Eggers mit Sohn Uli (links) und Coburgs Zweitem Bürgermeister Hans-Herbert Hartan
Hilde Eggers mit Sohn Uli (links) und Coburgs Zweitem Bürgermeister Hans-Herbert Hartan // 

Auf die Frage, welches die schönste Zeit in ihrem Leben gewesen sei, antwortet sie ebenso bescheiden wie liebevoll: „Ich habe es genossen, wie die Familie gewachsen ist.“ Außer vier Kindern gehören mittlerweile auch zehn Enkel und ein Urenkel zur Familie – und natürlich Teutonia Würzburg. Ja, sagt sie, die Landsmannschaft sei auch „wie eine Familie“ für sie.

Kräuterlikör aus Danzig

Das Licht der Welt hatte Hilde Eggers in Kiel erblickt. Als sie ein Jahr alt war, zog sie mit ihren Eltern nach Danzig. Weitere Stationen waren Schwerin und Hamburg. Aus ihrer Zeit in Danzig stammt die Vorliebe für einen speziellen Kräuterlikör aus dem Hause „Der Lachs zu Danzig“. Deshalb traf es sich gut, dass Hans-Herbert Hartan nicht nur ein Coburg-Buch und eine Coburg-Tasse überreichte, sondern auch noch ein Fläschchen Coburger Hoflikör. Damit lässt sich anstoßen – auf die Gesundheit und auf die Familie.

 

 

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