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Nach 48 und 36 Jahren
Coburg vergibt neue Ehrentitel an zwei ehemalige Stadträte
Alt-Stadtrat
Hans-Heinrich Eidt trägt sich ins Goldene Buch der Stadt Coburg ein. // Stadt Coburg
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Coburg – Beim Sommerfest des Stadtrates gab es am Donnerstagabend für Hans-Heinrich Eidt und Gerhard Amend eine große Überraschung. Sie bekamen den neu eingeführten Ehrentitel „Alt-Stadtrat“ verliehen.
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Auf 48 und 36 Jahre Stadtratstätigkeit können Hans-Heinrich Eidt und Gerhard Amend zurückblicken. Den goldenen Ehrenring der Stadt Coburg, der nach 20 Jahren verliehen wird, tragen beide schon. Doch im Mai beschloss der Stadtrat in nichtöffentlicher Sitzung, den Titel des „Alt-Stadtrates“ zu schaffen, um die Lebensleistung dieser beiden Männer für die Stadt Coburg zu würdigen. Beide trugen sich auch ins Goldene Buch der Stadt Coburg ein. 

Für die Weiterentwicklung „seiner“ Stadt Coburg

„Mit besonderem Herzblut“, so der Oberbürgermeister, „setzte sich Dr. Eidt für den Erhalt der Stadt und den Denkmalschutz ein.“ Von 1976 bis 2021, also 45 Jahre lang, war Eidt zudem 1. Vorsitzender der „Gemeinschaft Stadtbild Coburg e. V.“. Mit diesem Verein versuchte er beispielsweise – damals leider erfolglos – den Teilabbruch des Alexandrinenbades zu verhindern. Auch bei der Mülltrennung war er seiner Zeit weit voraus, so der OB. Seine Ideen und Anregungen seien später vielfach aufgenommen worden.

Alt-Stadtrat
Beim Sommerfest des Stadtrates gab es am Donnerstagabend für Hans-Heinrich Eidt (rechts) und Gerhard Amend (links) eine große Überraschung. Sie bekamen den neu eingeführten Ehrentitel „Alt-Stadtrat“ verliehen. // Stadt Coburg

Hans-Heinrich Eidt wurde im Mai 2008 vom Stadtrat als weiterer Stellvertreter des Oberbürgermeisters gewählt und war häufiger und gern gesehener Gast bei Coburger Jubilaren, so die Pressemitteilung der Stadt. Insgesamt habe er sich rund fünf Jahrzehnte (48 Jahre) für die Weiterentwicklung „seiner“ Stadt Coburg eingesetzt. 

Eidt, wurde in Ostpreußen geboren und kam mit seiner Mutter auf der Flucht nach Coburg. Seit dieser Zeit hat ihn „das schöne Coburg“ nicht mehr losgelassen. Trotz Studiums unter anderem in den USA kehrte er nach Coburg zurück, um sich hier zu engagieren. Seit 1. Mai 1978 gehörte er dem Stadtrat an. Seine Amtszeit endete zum 30. April dieses Jahres.

„Wer Coburg kennt, kennt Gerhard Amend“

Auch Gerhard Amend hatte sich am 30. April von der Arbeit als Stadtrat verabschiedet. Er kann auf 36 Jahre Stadtratstätigkeit zurückblicken. Amend war ab 1. Mai 1990 Mitglied des Stadtrates. Bereits zu Beginn seiner Amtszeit habe er im Rahmen der Wiedervereinigung zu weitreichenden Entscheidungen zur nachhaltig wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt Coburg beigetragen. Ein Beispiel war die Entstehung der Bertelsdorfer und Lauterer Höhe, für die sich Amend intensiv einsetzte.

„Wer Coburg kennt, kennt Gerhard Amend“, sagte OB Sauerteig in seiner Laudatio. „Sein Wort hat Gewicht, als ehemaliger Vorsitzender Richter am Landgericht Coburg, als Stadtrat und als Mensch. Er nimmt kein Blatt vor den Mund. Das wussten alle – seine Kollegen und Freunde genauso wie Angeklagte, der politische Gegner und auch Journalisten.“ In der Stadtpolitik habe Gerhard Amend großen Wert auf finanzielle Verantwortung gelegt und sei stets gut informiert gewesen. Sein Ansatz verband wirtschaftliche Realisierbarkeit mit den Bedürfnissen der Bürgerinnen und Bürger. Seine juristischen Ratschläge wurden im Stadtrat und in den Ausschüssen stets geschätzt.

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