Über acht Jahre hinweg konnte die Stadt Coburg die Elternbeiträge für in ihren drei Kindertageseinrichtungen unberührt lassen. Doch jetzt sieht man sich dazu gezwungen, den Erhöhungen anderer Träger zu folgen. Reinhold Ehl, Leiter des Jugendamtes, sagt jedoch auch: „Wir sind trotz der Anhebung noch unter dem Durchschnitt aller Kitas in Coburg.“
Zum 1. September 2024 werden sich die Elternbeiträge in den städtischen Kindertageseinrichtungen um 30 Prozent erhöhen. Im Jahr darauf folgt zum 1. September 2025 eine weitere Erhöhung um 20 Prozent. Außerdem soll mit der Erhöhung auch gewährte Geschwisterermäßigung in Höhe von 20 Prozent des Beitrags entfallen.
Erhöhung unumgänglich
Eine Erhöhung sei unumgänglich, heißt es in der Beschlussvorlage. Argumentiert wird vor allem mit den Tariferhöhungen für die Beschäftigten in den Einrichtungen. Träger anderer Kitas hätten bereits in den vergangenen Jahren ihre Beiträge erhöht und müssten diese voraussichtlich ebenfalls zum 1. September erneut anpassen, sagt Ehl. Unterm Strich liege man – auch mit der Erhöhung – noch unter dem Durchschnitt aller Kindertagesstätten in der Stadt Coburg. „Wir sind nach wie vor im unteren Drittel“, sagt Ehl.
Unterstützung für Familien
Im Kinderhaus der Stadt Coburg, dem Kindergarten Creidlitz und dem Kinderhaus Seidmannsdorf liegen die Beiträge für Kinder unter drei Jahren aktuell für vier bis fünf Stunden täglicher Betreuung bei durchschnittlich 148 Euro. Ab September liegt der Schnitt dann bei 191 Euro und im Jahr darauf bei 230 Euro.
Für Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren und einer Betreuung von vier bis fünf Stunden täglich zahlen Eltern aktuell in den städtischen Einrichtungen im Durchschnitt 98 Euro. Ab 1. September werden es 126 Euro und ab 2025 dann 151 Euro.
Dritter Bürgermeister Can Aydin betont, dass Familien mit geringem Einkommen auch weiterhin auf die Unterstützung der Stadt setzen können. Der Finanzsenat stimmte dem Beschluss einstimmig zu.
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