Für das Klima
Coburg hat jetzt eine Green-Deal-Linde
Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD, links) und der Leiter des Grünflächenamtes, Bernhard Ledermann (Mitte), haben im Coburger Hofgarten eine neue Sommerlinde gepflanzt.
Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD, links) und der Leiter des Grünflächenamtes, Bernhard Ledermann (Mitte), haben im Coburger Hofgarten eine neue Sommerlinde gepflanzt.
Foto: Stadt Coburg
Coburg – Rund um die mächtige Linde, die im Februar im Coburger Hofgarten entwurzelt wurde, soll viel neues Leben entstehen.

Im Februar hatte ein heftiger Sturm eine über 350 Jahre alte, mächtige Linde im Coburger Hofgarten in der Nähe des Spielplatzes entwurzelt. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) und der Leiter des Grünflächenamtes Bernhard Ledermann haben jetzt eine neue Sommerlinde gepflanzt – gleich neben dem Hauptstamm der alten. Dieser bleibt liegen und wird als Totholz Grundlage für neues Leben.

Große Resonanz auf Aufruf

Über die Sozialen Medien hatte die Stadt Coburg die Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, Ideen zu entwickeln, was mit dem Baum geschehen soll. „Uns wurden viele tolle Ideen geschickt,“ erklärte Sauerteig. „Leider werden nur kleinere Dinge durchführbar sein, da der Hauptstamm vollkommen hohl und morsch war.“ So werden kleinere Teile der Baumkrone sowie des oberen Stamms Kunstschaffenden zur Verfügung gestellt und Mitarbeitende des Grünflächenamtes versuchen Ableger der Linde zu ziehen. „Damit haben wir einige Anregungen aufgegriffen, die uns über die Sozialen Medien und per Mail erreicht haben“, führt der OB aus.

Da zugleich der Startschuss zum Green Deal Coburg 2030 gegeben wurde, bei dem die Bürgerbeteiligung sehr wichtig ist, wurde der neue Baum „Green-Deal-Linde“ genannt.

Oberbürgermeister erklärt den "Green Deal"

In einer Pressemitteilung der Stadt heißt es: „Die Stadt Coburg hat sich auf den Weg gemacht, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern in den kommenden zwei Jahren einen Green Deal zu entwickeln. ,Die Kernfrage dabei lautet: wie kann Coburg nachhaltiger werden und sozial gerecht bleiben?‘, erklärt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. Angelehnt ist der Prozess an den Green Deal der Europäische Union, der sich unter anderem zum Ziel gesetzt hat, dass die gesamte EU bis 2050 keine Netto-Treibhausgase mehr ausstößt.

Wichtig ist dem OB, dass in Coburg ein Konzept entsteht, das nicht in den Aktenschränken verstaubt: „Der Green Deal soll die Stadt verändern und Projekte sichtbar machen, die es schon gibt.“ Ideen, die im Prozess entstehen, sollen so schnell wie möglich umgesetzt werden. „Bei kleinen Dingen geht das sicher sofort. Größere Vorhaben werden umgehend in den politischen Gremien beraten“, so der OB.

Alle Infos auf einen Blick

Herzstück des Green Deal Coburg 2030 ist die Plattform mitmachen.coburg.de. Hier kann man sich beteiligen und über den aktuellen Stand des Prozesses informieren. Alle was man dafür braucht, ist ein Account.

„Den Green Deal werden wir natürlich nicht nur im Internet entwickeln. Es gibt viele Treffen, wo Fachleute, Bürger*innen, Unternehmen und Mitarbeitende der Verwaltung zusammenkommen“, kündigt Dominik Sauerteig an. Die Ideen einer Gruppe sind ihm dabei besonders wichtig, die der jungen Menschen: „Deswegen haben wir spezielle Beteiligungsformate für sie entwickelt. Schon Gründschülerinnen und Grundschüler werden mitmachen.“

Bürgerbeteiligung zum Park der Arten

Die erste Bürgerbeteiligung im Rahmen des Green Deal findet bereits am Dienstag, 3. Mai, im Park der Arten statt. Treffpunkt ist 18 Uhr am Parkplatz des Landratsamtes. Der Park der Arten wird auf der Lauterer Höhe angelegt. „Hier entsteht eine grüne Lunge für den Coburger Norden und ein besonderer Erholungspark für die Patienten und Patientinnen des neuen Klinikums. Es ist mir sehr wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger diesen Park mitgestalten“, sagt Dominik Sauerteig. Vor Ort sein werden am Montag Bernhard Ledermann, Leiter des Grünflächenamtes und Karin Engelhardt, Koordinatorin des Green Deal im Büro des Oberbürgermeisters.

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