Geschätzt 120 bis 150 Teilnehmer – vom Kindesalter bis zu reiferen Jahrgängen – haben am Freitagnachmittag an einer Fahrraddemonstration durch die Coburger Innenstadt teilgenommen. Mit der Fahrt forderten vor allem Kinder mehr und sichere Fahrradwege. „Ich will sicher zur Schule“, war auf einem der Schilder zu lesen. Weitere Slogans waren „Uns gehört die Straße“ oder „Die Straßen sind für alle da“.
Kidical Mass in Coburg
Auch Ella Elefant, das Maskottchen des Coburger Kinderschutzbund, ein Frosch und ein Zebra radelten mit vom Stadtjugendheim CoJe in der Rosenauer Straße, über den Schlossplatz und durch das Ketschentor zum Marktplatz. Der Kinderschutzbund und die Grünen waren bei der Aktion Partner. Auf dem Markt bekräftigten einige Kinder nochmals die Forderungen nach dem Ausbau des Radwegenetzes und „dass alle Leute beim Radfahren auch einen Helm tragen“.
Begleitet wurde die 1. Coburger Fahrraddemo, so der veranstaltende Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC), von drei Polizeiwagen und zwei Polizeimotorrädern. Vom Marktplatz ging es weiter durch die Spitalgasse. Dort schoben getreu der Verkehrsregeln für eine Fußgängerzone alle ihr Fahrrad. Die Route führte weiter durch die Mohrenstraße und am Bahnhof vorbei durch die Callenberger Unterführung. Die Abzweigung dort ist in der Vergangenheit immer wieder als gefährlich für Radler ausgemacht worden. Die markierte Fahrradspur in der Lossaustraße endet unvermittelt und für die Weiterfahrt durch die Unterführung müssen sich Radler nach links einordnen und den Gegenverkehr beachten. Bei der Fahrraddemonstration des ADFC war dies angesichts der Polizeiabsicherung natürlich kein Problem. Vom Spielplatz in Neuses führte die Route wieder zur CoJe.
Forderungen des Coburger Fahrradbeauftragten
Die Forderungen des ADFC macht sich auch Wolfram Haupt zu eigen. Die Grünen im Coburger Stadtrat und damit auch der Beauftragte für Rad- und Fußverkehr unterstützen die Initiative des ADFC Coburg ausdrücklich. „Familien brauchen sichere Wege. Kinder haben ein Recht darauf, ihre Stadt gefahrlos zu erkunden, zu Fuß und mit dem Rad“, ließ der Grünen-MdB Johannes Wagner mitteilen. Die Kritik am Zustand der Coburger Radinfrastruktur ist nicht neu. Im ADFC-Fahrradklima-Test 2024 erhielt Coburg die Note 4,16 und landete bundesweit auf Platz 312 von 429 Städten in der Kategorie 20.000 bis 50.000 Einwohner. In Bayern liegt Coburg auf Platz 37 von 49 in dieser Größenklasse. Wolfram Haupt fordert konsequent sichere Radwege, geschützte Radfahrstreifen und durchgängige Radwege-Netze.














