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Ärgernis Eltern-Taxis
Appell von Coburger Schulleiterin zeigt Wirkung
Eltern Taxis in Coburg
Nur wenige Eltern-Taxis bahnten sich am Dienstagmorgen einen Weg bis direkt vors Gymnasium Casimirianum. Hier ein Blick von der Steingasse aus durch das Mittlere Kirchgässlein. // Oliver Schmidt
Coburg – Zum Beginn des neuen Schuljahres war in der Steingasse ein Verkehrschaos befürchtet worden. Denn seit den Sommerferien ist dort ein verkehrsberuhigter Bereich. Überraschend, was am Dienstag geschah.

Dienstag, 7.35 Uhr, untere Steingasse in Coburg: Eigentlich ist an diesem ersten Tag des neuen Schuljahres alles angerichtet für ein mittleres Verkehrschaos. Denn nicht nur, dass die enge Steingasse während der Sommerferien in einen verkehrsberuhigten Bereich umgewandelt wurde und mithilfe zahlreicher Pflanzkübel jetzt noch enger geworden ist: An diesem Morgen stehen auch noch zig schwarze Mülltonnen am Straßenrand, außerdem sorgt ein Falschparker für ein zusätzliches Hindernis.

Doch dann passiert: kaum etwas!

Eltern-Taxis: Appell zeigt Wirkung

In der Vergangenheit quälten sich morgens und mittags unzählige Fahrzeuge durch die untere Steingasse. Überwiegend handelte es sich dabei um sogenannte Eltern-Taxis; also um Eltern, die ihre Kinder möglichst bis direkt vor die Eingangstür der Schule chauffieren und/oder dort auch wieder abholen.

Schulleiterin schreibt alle Eltern an

Ein eindringlicher Appell von Ursula Kick-Bernklau hat offenbar Wirkung gezeigt. Die Schulleiterin des Gymnasiums Casimirianum, das sich unweit der Steingasse befindet, hatte bereits Ende des vergangenen Schuljahres über die sich verändernde Situation informiert. An diesem Montag erfolgte ein weiterer Hinweis: „Über unser Infoportal habe ich alle Eltern angeschrieben, dass sie bitte nicht mehr durch die Steingasse fahren sollen.“ Denn: Es wäre doch „Wahnsinn“, wie es Ursula Kick-Bernklau im Gespräch mit dem Coburger Tageblatt nennt, wenn jetzt weiterhin so viel Verkehr durch die untere Steingasse rollen würde.

Gefährliche Ecke in Coburger Steingasse

Für besonders gefährlich hält die Schulleiterin des „Casi“ die Ausfahrt aus dem Mittleren Kirchgässlein in die Steingasse. Selbst wenn Autofahrer recht langsam unterwegs sind, können sie Fußgänger erst spät sehen. Aus diesem Grund war das Mittlere Kirchgässlein auch schon einmal mithilfe eines Pfostens für den Durchgangsverkehr gesperrt worden.

Aktuell ist die Durchfahrt durchs Mittlere Kirchgässlein möglich. Doch zumindest am Dienstagmorgen sind dort nur eine Handvoll Autos zu zählen. Das befürchtete Verkehrschaos ist ausgeblieben.

Gefährliche Ecke in Coburg
Hier wird’s oft gefährlich: Ein Auto biegt aus dem Mittleren Kirchgässlein in die Steingasse – hier ein Foto vom Dienstagmorgen. // Oliver Schmidt

„Ich freue mich, dass sich die meisten Eltern an meinen Rat gehalten haben“, sagt Ursula Kick-Bernklau.

Was am Dienstagmorgen allerdings auch beobachtet werden konnte: Das eine oder andere Elternteil ließ sein Kind an der Einfahrt zur unteren Steingasse aussteigen, also in der Kurve beim Rückertbrunnen. Manchmal klappte das reibungslos, weil der Verkehr auf der Achse Rückertstraße/Steingasse/Steintor ohnehin ständig ins Stocken gerät. In einem Fall dauerte das Aussteigen aber etwas länger, und genau in diesem Moment kam aus Richtung Steintor ein Bus angefahren, der daraufhin nicht mehr die enge Kurve passieren konnte. Ein zusätzlicher, wenn auch kurzzeitiger Rückstau war die Folge.

Verkehr in Coburg
Neues Schuljahr, alte Verkehrslawine: Vor allem im Bereich Steintor sind morgens und mittags zahlreiche Autos unterwegs. // Oliver Schmidt

Alles in allem kann aber – aus verkehrstechnischer Sicht – von einem guten Start ins neue Schuljahr gesprochen werden. Und: Der anfangs erwähnte Falschparker hat von der kommunalen Verkehrsüberwachung ein Knöllchen bekommen.

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