Verwaltungsrat
Brose: Maximilian Stoschek rückt nach
Das Coburger Brose-Werk bei Nacht.
Das Coburger Brose-Werk bei Nacht.
Foto: Nicolas Armer/dpa
F-Signet von Redaktion Fränkischer Tag
Coburg – Weichenstellung: Maximilian Stoschek, der Sohn von Michael und Gabriele Stoschek, wird stellvertretender Vorsitzender des Brose-Verwaltungsrats.

Brose soll Familienunternehmen bleiben. Darüber sind sich Gesellschafter, Beirat und Geschäftsführung der Brose-Gruppe einig. „Gesellschafter und Beirat vertrauen der Geschäftsführung, das Unternehmen wieder auf einen wirtschaftlichen Erfolgskurs zu bringen“, heißt es in einer Pressemitteilung, die das Unternehmen nach der Sommersitzung der Gesellschafter in Berlin veröffentlichte. Bei dieser Versammlung wurde Maximilian Stoschek, der Sohn von Michael und Gabriele Stoschek, zum stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden des Unternehmens gewählt. Laut Pressemitteilung bereitet sich Maximilian Stoschek darauf vor, seinem Vater nachzufolgen und die Eigentümer nach innen und nach außen zu vertreten. Gesellschafter von Brose sind die Nachkommen von Firmengründer Max Brose. Maximilian Stoschek gehört bereits der Urenkel-Generation an.

Maximilian Stoschek
Maximilian Stoschek
Foto: Brose

Ziel: Ausgeglichenes Ergebnis 2022

Da Brose seit Jahresbeginn auch den Umsatz des Gemeinschaftsunternehmens Sitech konsolidiert (ein Tochterunternehmen von Brose und Volkswagen AG), rechnet das Coburger Unternehmen heuer mit Verkaufserlösen von 7,4 Milliarden Euro. „Es bedarf großer Anstrengungen, um nach dem Verlust im Vorjahr 2022 wieder ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Personalabbau gestoppt

Außerdem sei das sofortige Ende des Personalabbauprogramms beschlossen worden. Die Geschäftsführung sei beauftragt, „eine grundlegende Verbesserung der Ablauf- und Aufbauorganisation in allen Unternehmenseinheiten“ zu veranlassen und auf dieser Basis Personalveränderungen zu veranlassen. Der Auftragsbestand sei „erfreulich hoch“. Beschlossen wurden auch Investitionen von über 200 Millionen Euro fürs zweite Halbjahr 2022. Montageanlagen in Europa und Übersee werden erweitert, die Bauvorhaben an den Standorten Coburg und Bamberg fortgesetzt beziehungsweise begonnen.

Brose will auch seine betriebliche Altersversorgung in den nächsten Jahren fortsetzen. Die Gesellschafterversammlung teile die Sorge der Mitarbeiter über die außerordentlichen Steigerungen der Lebenshaltungskosten, heißt es zur Begründung.

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