Auf Wunsch der Händlerinnen und Händler in der Innenstadt wird es vorerst keine verkaufsoffenen Sonntage mehr in Coburg geben. Hintergrund ist das zum 1. August 2025 in Kraft getretene Bayerische Ladenschlussgesetz (BayLadSchlG), das den Kommunen neue Spielräume eröffnet – darunter auch die Möglichkeit, weiterhin bis zu vier verkaufsoffene Sonntage zuzulassen. Doch genau darauf verzichtet Coburg nun vorerst.
Händler sehen ungünstigen Zeitpunkt – Klößmarkt-Sonntag fällt weg
Wie Citymanagerin Andrea Kerby im Stadtrat berichtete, hätten zwei Umfragen in den Jahren 2024 und 2025 nur sehr knappe Mehrheiten für einen verkaufsoffenen Sonntag anlässlich des Klößmarktes ergeben. Gleichzeitig blieb ein Teil der Befürworterbetriebe am betreffenden Tag dennoch geschlossen.
Im anschließenden Workshop mit Vertreterinnen und Vertretern aus Handel, Gastronomie und städtischen Ämtern wurde deutlich, dass der Termin des Klößmarktes vielen Betrieben als ungünstig gilt. Da das neue Gesetz keinen alternativen Sonntag zulässt, verständigten sich die Innenstadtakteure darauf, den Klößmarkt-Sonntag vorerst nicht weiterzuführen.
Die Entscheidung gilt zunächst als Pilotphase. Die Stadtmacher wollen die Auswirkungen bis Ende 2026 evaluieren und dem Stadtrat erneut berichten.
Neue Möglichkeiten: Late Night statt offener Sonntage
Während auf Sonntagsöffnungen verzichtet wird, möchte die Stadt die neuen Optionen des Ladenschlussgesetzes: Gemeinden können künftig bis zu acht verkaufsoffene Nächte bis maximal 24 Uhr freigeben.
Die Umfragen und Diskussionen ergaben ein heterogenes Bild, dennoch wurden gemeinsam mit dem Handel erste mögliche Termine festgelegt. Vorgeschlagen werden velängerte Öffnungszeiten an folgenden Tagen:
- Samstag, 28. März 2026 – Ostern X Innenstadt – bis 20 Uhr
- Samstag, 2. Mai 2026 – Coburg blüht – bis 23 Uhr
- Samstag, 28. November 2026 – Winterzaubernacht – bis 23 Uhr
- optional: bis zu drei Adventssamstage im Rahmen des Weihnachtsmarkts
Ob Betriebe die verlängerten Öffnungszeiten wahrnehmen, bleibt ihnen selbst überlassen. Auch diese Neuerung wird bis Ende 2026 evaluiert.













