Es ist ein weiteres Urteil in einer Affäre, die Kulmbach lange in Atem gehalten hat. Richter Käsbohrer sah die Schuld von Ex-Wirtin Batzaka und ihres Lebensgefährten am Ende als erwiesen an. Es ging bei beiden vor dem Amtsgericht Kulmbach um Sachbeschädigung, bei ihr noch um die Unterschlagung von Gegenständen und die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes, bei ihm auch noch um Beleidigung.
Das ist das Strafmaß
Die Ex-Wirtin verurteilte der Richter zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 50 Euro, ihren Lebensgefährten zu 50 Tagessätzen à 35 Euro. Es ist ein weiteres Kapitel in dem Pachtstreit, der von beiden Parteien auch in die mediale Öffentlichkeit getragen worden war.
Gut ein halbes Jahr war die Brauereigaststätte geschlossen. Ende April 2024 bemerkten auch die Letzten die Eskalation des Streits zwischen der Genossenschaft und Pächterin Foteini Batzaka, Zu dieser Frist hatte die Brauerei gekündigt. Die Gaststätte lief noch einige Zeit weiter.
Mitte Juli 2024 war dann endgültig Schluss. Die Wirtin ging in den Betriebsurlaub, zuvor hatte die Genossenschaft als Verpächterin schon Strom und Wasser abgestellt. Bilder von Bergen an dreckigen Gläsern gingen durch die Medien, die die Genossenschaft in den Räumen aufgenommen hatte.
Nach dem Betriebsurlaub machte die Wirtschaft mit der damaligen Wirtin nicht wieder auf. Da der Vertrieb über die Brauereigaststätte wegfiel, musste die Brauerei einen Straßenverkauf für ihr Bier einrichten.
Stattdessen gab es Auseinandersetzungen vor Gericht - und auch Versuche, wieder in die Gaststätte zu kommen. Zwei Mitarbeiterinnen wollten ausstehende Löhne einklagen, bis Wirtin Batzaka Insolvenz anmeldete.
Ebenso lief das Verfahren um die Frage, ob die fristlose Kündigung überhaupt rechtens gewesen war. Als die Wirtin und Begleiter in die Räume eindringen wollten, ging auch eine Scheibe zu Bruch. Braumeister Matthes verhinderte das vom Inneren aus.
Anfang Dezember 2024 gab es dann den ersten Teilerfolg für die Genossenschaft: Zwar entschied die Zivilkammer in Bayreuth da noch nicht abschließend, aber die Genossen durften den Schlüssel behalten.
Schnell war klar: Kevin Seeser sollte neuer Wirt der Gaststätte werden - er öffnete erstmals zum Heiligen Frühschoppen 2024. Nach der Sonderaktion blieben die Türen noch einige Zeit zu, seit Mitte Februar 2025 ist die Gaststätte wieder regulär geöffnet.
Im April 2025 entschied die Zivilkammer Bayreuth : Die fristlose Kündigung sei rechtens. Hiergegen läuft die Berufung.
















