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Fränkischer Künstler sichtbar
Maler Peter Conrad Schreiber begeistert auf der Plassenburg
Schreiber Golf von Neapel mit Blick auf Vesuv: Schreibers Blick über den Golf von Neapel zum Vesuv. Nebelschwaden über dem Krater Kündigen seinen bevorstehenden Ausbruch an.
Schreiber Golf von Neapel mit Blick auf Vesuv: Schreibers Blick über den Golf von Neapel zum Vesuv. Nebelschwaden über dem Krater Kündigen seinen bevorstehenden Ausbruch an. // Wolfgang Schoberth
Signet des Fränkischen Tags von Wolfgang Schoberth
Kulmbach – Peter Conrad Schreibers Kunst verzaubert die Plassenburg. Seine Ausstellung "Der Weg in den Süden" ist noch bis zum 14. Juni zu sehen.
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„Die Ausstellung auf der Plassenburg ist ein Meilenstein für die Qualität in Kulmbach“, schreiben Celine und Enrico aus Nürnberg in das ausliegende Gästebuch. „Was für ein malerisches Feuerwerk. Ein großer Künstler, na ja, Franke! Wir sind aus Fürth angereist, hat sich absolut gelohnt“, heißt es in einem anderen Eintrag.

„Was für eine Überraschung ! So atmosphärisch dichte und Tempus-Bilder aus Italien mit unendlich viel Liebe zusammengetragen“, notieren Berliner Besucher. „Eine beeindruckende Ausstellung und eine beeindruckende Sammelleidenschaft“, tragen Margit und Tom aus Untersteinach ein.

Großer Erfolg für Zofia und Robert Drahn

Weit über hundert Einträge verzeichnet das Besucherbuch zur aktuellen Ausstellung in der Großen Hofstube der Plassenburg – allesamt höchst erfreulich für Zofia und Robert Drahn, die leidenschaftlichen Sammler des romantischen fränkischen Landschaftsmalers Peter Conrad Schreiber (1816–1894). Mit fast 1.500 registrierten Besuchern ist die Sonderausstellung „Der Weg in den Süden“ eine der erfolgreichsten der letzten Jahre.

Die 80 gezeigten Bilder und Zeichnungen des einst populären, doch nahezu in Vergessenheit geratenen Malers zeigen idyllische Ansichten von Nürnberg, der Fränkischen Schweiz, der Alpen sowie Impressionen seiner zweijährigen Reise nach Italien, zu der er 1839 aufgebrochen ist. Sie nehmen den Betrachter mit auf eine faszinierende Reise zu den Sehnsuchtsorten der Künstler, Schriftsteller und Bildungsbürger des 19. Jahrhunderts: Rom, die Campagna, den Golf von Neapel, Capri, Ischia, Sorrent, den Vesuv. Den Ausbruch des Vulkans 1841 erlebt Schreiber selbst in unmittelbarer Nähe und setzt ihn als dramatisches Naturschauspiel ins Bild.

Einmalige Kunstschau noch bis 14. Juni auf der Plassenburg

Durch ihre Zusammenstellung – neben der Privatsammlung des Kulmbacher Ehepaars Zofia und Robert Drahn auch bedeutende Leihgaben aus den Kunstsammlungen der Städte Fürth und Nürnberg – ist die Kunstschau einzigartig. Erstmals ist ein umfassender Blick auf das Schaffen eines Künstlers an der Schwelle von der Spätromantik zum Impressionismus möglich, dessen Ansichten große poetischer Kraft ausstrahlen.

Kunstgenießer sollten sie die Ausstellung nicht entgehen lassen. Noch bis zum 14. Juni ist dazu Gelegenheit.

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