Vernissage
Neun neue Künstler zeigen in Kulmbach ihre Werke
Das Werk von Cordula Utermöhlen fällt sofort ins Auge – wegen des Mediums Papier und wegen der Größe der Bilder. Thema der beiden Werke ist Arkadien. Auf den Bildern sind Aphorismen. Angefertigt hat die Künstlerin die Werke zu einem Arkadien-Festi...
Das Werk von Cordula Utermöhlen fällt sofort ins Auge – wegen des Mediums Papier und wegen der Größe der Bilder. Thema der beiden Werke ist Arkadien. Auf den Bildern sind Aphorismen. Angefertigt hat die Künstlerin die Werke zu einem Arkadien-Festival eines Berliner Aktionskünstlers.
Foto: Sonny Adam
Zur Eröffnung spielte die T-Jazz Combo im Badhaus.
Zur Eröffnung spielte die T-Jazz Combo im Badhaus.
Foto: Sonny Adam
F-Signet von Sonja Adam Fränkischer Tag
Kulmbach – Eine Ausstellung in Kulmbach präsentiert die Arbeit der neu in den oberfränkischen Berufsverband aufgenommenen Künstler.

Wegen des Wintereinbruchs machte sich das kunstsinnige Publikum bei der Vernissage des BBK Oberfranken und des Kunstvereins Kulmbach rar. Doch auch nachträglich lohnt sich ein Besuch bei der Ausstellung „Die Neuen“, auch wenn man dann auf die musikalischen Klänge der T-Jazz Combo, die zur Vernissage spielte, verzichten muss.

Cordula Utermöhlen präsentiert ihre Skizzenbücher. Die Vernissagebesucher dürfen darin blättern, um die Entstehung der Kunstwerke zu begreifen.
Cordula Utermöhlen präsentiert ihre Skizzenbücher. Die Vernissagebesucher dürfen darin blättern, um die Entstehung der Kunstwerke zu begreifen.
Foto: Sonny Adam

Neun Künstler, die in den vergangenen zwei Jahren das strenge Aufnahmeverfahren für den Berufsverband Bildender Künstler durchlaufen haben und als professionelle Künstler anerkannt sind, stellen sich in der Gemeinschaftsausstellung von BBK Oberfranken und Kunstverein Kulmbach vor. Ihre Werke sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten selbst.

Peter Hauenstein möchte mit den großformatigen Werken einen modernen Stadtwald mit seiner Leichtigkeit und Luftigkeit darstellen.
Peter Hauenstein möchte mit den großformatigen Werken einen modernen Stadtwald mit seiner Leichtigkeit und Luftigkeit darstellen.
Foto: Sonny Adam

Cordula Utermöhlens Papierbilder drei Meter lang

Zu den auffälligsten Werken gehören die beiden Papierbilder von Cordula Utermöhlen – schon allein wegen des Mediums und wegen der Bildlänge von drei Metern. Die Bad Rodacherin zeigt Skizzen, mischt diese mit Aphorismen aus der Feder ihres Mannes und kreiert so auffällige Kunstwerke.

Die heimische Künstlerin Doris Bocka konnte zur Vernissage nicht zugegen sein, steuerte aber sieben Bilder bei.
Die heimische Künstlerin Doris Bocka konnte zur Vernissage nicht zugegen sein, steuerte aber sieben Bilder bei.
Foto: Sonny Adam

Der Jüngste unter den Künstlern ist Andreas Woitzik aus Bamberg. „Ich habe schon immer gerne gezeichnet. Meine Motive finde ich einfach so. Meine Werke sind eigentlich Illustrationen“, sagt der 33-Jährige und holt in seinen Werken Unsichtbares ans Licht. Henrike Franz konzentriert sich auf ein einziges Tier: den Biber. Sie hält dessen Wirken im Erlanger Stadtraum fest. Auch Peter Hauenstein hat sich die Natur zum Vorbild genommen. Er lässt sich von einem Stadtwald inspirieren und zaubert großformatige Acryl-Bilder mit viel Luftigkeit und Licht.

Puristisch präsentieren sich die Werke von Roland Schön.
Puristisch präsentieren sich die Werke von Roland Schön.
Foto: Sonny Adam

Einige Werke von Roland Schön gingen zu Bruch

Die gebürtige Kasendorferin Doris Bocka, die inzwischen in Bindlach lebt, präsentierte sieben Werke. Beeindruckende Kunstwerke zeigte Stefan Pieger aus Wiesenthau. Er hatte für seine Vorstellung großformatige Ölgemälde beigesteuert und beeindruckte mit seiner Genauigkeit und seiner Pinselführung. Monika Stock hatte für die Ausstellung Lithographien und Acrybilder ausgewählt. Doreen Schwarz hat mit der Kamera zwei homosexuelle Männer abgelichtet und Roland Schön aus Altdrossenfeld tastet sich mit seiner Fotoserie, mit Schrift und Hinterglasmalerei an die Grenzbereiche von Kultur und Natur heran. Durch einen Unfall waren seine Werke allerdings dezimiert, denn nach der Hängung gingen einige Werke zu Bruch.

Kunst als Impulsgeber für die Gesellschaft

Bei der Vernissage ging Gerhard Schlötzer auf die Bedeutung des Berufsverbandes ein. Denn der Verband für professionelle Künstler gibt den Künstlern ein Forum. „Kunst hat die Aufgabe, Impulse für die Gesellschaft zu geben. Wenn wir solche Kunst, die erst einmal noch keinen Wert hat, nicht fördern würden, dann hätten wir nur Prestige- und Spekulationskunst“, mahnte Schlötzer.

Nach der Vernissage zog das kunstbegeisterte Publikum in die Obere Stadtgalerie, auch die stellvertretende Landrätin Christina Flauder und Bürgermeister Ralf Hartnack nutzten die Gelegenheit, um mit Conny Morsch zu fachsimpeln.
Nach der Vernissage zog das kunstbegeisterte Publikum in die Obere Stadtgalerie, auch die stellvertretende Landrätin Christina Flauder und Bürgermeister Ralf Hartnack nutzten die Gelegenheit, um mit Conny Morsch zu fachsimpeln.
Foto: Sonny Adam

Cornelia Morsch vom Kunstverein Kulmbach ging auf die Vielfalt des künstlerischen Schaffens ein. Denn die Neuen decken die verschiedensten Genres ab. Auch Bürgermeister Ralf Hartnack und die stellvertretende Landrätin Christina Flauder freuten sich über die Neuvorstellung.

15 bis 20 Künstler bewerben sich jedes Jahr beim BBK

Um beim Berufsverband bildender Künstler dabei sein zu können, müssen die Künstler ein Auswahlverfahren durchlaufen. Pro Jahr bewerben sich etwa 15 bis 20 Künstler, die Hälfte davon kommt zum Zug.

Die Öffnungszeiten der Ausstellung

 Die Ausstellung ist bis zum 15. Januar in der Oberen Stadtgalerie (jeweils samstags und sonntags von 13 Uhr bis 16 Uhr) und im historischen Badhaus (freitags, samstags und sonntags von 13 Uhr bis 17 Uhr) zu sehen.

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