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Kulmbach soll fusionieren
Neuer evangelischer Dekanatsbezirk entsteht bis 2028
Dekan Friedrich Hohenberger blickt auf die Zukunft der Kirchenorganisation in Franken.
Dekan Friedrich Hohenberger blickt auf die Zukunft der Kirchenorganisation in Franken. // Dagmar Besand/Archiv
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Kulmbach – Fusion in Oberfranken geplant: Kirchenbezirke vereinen sich bis 2028. Spannende Entwicklungen erwarteten den neuen Dekanatsbezirk.
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Die vier oberfränkischen Dekanatsbezirke Kulmbach, Thurnau, Kronach-Ludwigsstadt und Michelau werden sich zu einem gemeinsamen Dekanatsbezirk zusammenschließen. Dies beschlossen alle vier Dekanatsausschüsse der Dekanatsbezirke als zuständige Leitungsgremien in ihren jeweiligen Sitzungen im Februar, wie aus einer Pressemitteilung von Dekan Friedrich Hohenberger hervorgeht.

Neuer Dekanatsbezirk hat rund 70.000 Mitglieder

Die Neugründung soll bis 1. Januar 2028 umgesetzt sein. Der neue Dekanatsbezirk wird sich zwischen Frankenwald, Fränkischer Schweiz, Schiefer Ebene und dem Gottesgarten erstrecken. Zu den evangelischen Kirchengemeinden dieser schönen Gegend gehören circa 70.000 Mitglieder.

Derzeit werden die Dekanatsbezirke Kulmbach und Thurnau jeweils durch Dekan Friedrich Hohenberger und Dekanin Martina Beck geleitet. Das Ehepaar Ulrike Schorn und Markus Müller leitet den Dekanatsbezirk Kronach-Ludwigsstadt. Nach einer Vakanz wurde beiden auch die Leitung des benachbarten Dekanatsbezirkes Michelau übertragen.

Aus drei Kirchenkreisen wird ein Kirchenkreis Franken

Die vier Dekanatsbezirke folgen durch die angestrebte Vereinigung einem umfangreichen Prozess der Neuorganisation innerhalb der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern. Ende November 2025 beschloss die Landessynode, die drei Kirchenkreise Ansbach-Würzburg, Bayreuth und Nürnberg bis 1. Januar 2027 zu einem einzigen Kirchenkreis Franken zusammenzuführen.

Er wird zukünftig durch ein Leitungstandem mit Dienstsitzen in Ansbach und Bayreuth geleitet. In ähnlicher Weise sollen sich auch Dekanatsbezirke zu größeren Einheiten zusammenschließen und von Leitungsteams geleitet werden.

Deutlich weniger hauptamtliches Personal 

Die Gründung des neuen Dekanatsbezirkes ist nötig, wie Dekan Hohenberger in der Pressemitteilung schreibt: Das hauptamtliche Personal werde sich in den kommenden Jahren merklich reduzieren. Es müsse dann von Verwaltungsaufgaben entlastet werden, um mehr Zeit und Kraft für Menschen zu haben.

Das Arbeiten im Team werde dabei Standard. Der größere Dekanatsbezirk solle hauptamtlichen Mitarbeitenden ermöglichen, in Regionalgemeinden zusammenzuarbeiten. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen sollen sie die Botschaft von der Liebe Gottes zu den Menschen bringen. Diese geistliche Zielsetzung werde die verantwortlichen Gremien bis 2028 auf dem Weg zur Gründung des neuen Dekanatsbezirkes leiten.

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