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Kulmbacher Künstlersymposium
Auf der Plassenburg: So verbindet Kunst die Menschen
Landrat Jonas Gleich (rechts) bekam von Carsten Thom den Druck „Markt Waafn“ überreicht. Uschi Prawitz
Landrat Jonas Gleich (rechts) bekam von Carsten Thom den Druck „Markt Waafn“ überreicht. Uschi Prawitz // 
Marion Kotyba (links) und Hans-Dieter Jandt wurden für ihr Engagement von Sandra Groh (Vorsitzende BfK) mit einem Präsent bedacht.
Marion Kotyba (links) und Hans-Dieter Jandt wurden für ihr Engagement von Sandra Groh (Vorsitzende BfK) mit einem Präsent bedacht. // 
Signet des Fränkischen Tags von Uschi Prawitz
Kulmbach – Mit einer Ausstellung endet das 17. Künstlersymposium des Bundes Fränkischer Künstler. Die Teilnehmer sind dabei ganz unterschiedliche Wege gegangen, doch in ihrer Botschaft sind sie sich einig.

Eine Woche lang wurde in der Großen Hofstube auf der Plassenburg gemalt, gedruckt, geschnitten, geformt, verworfen und neu begonnen.

Was dabei entstanden ist, zeigt die Abschlussausstellung des 17. Künstlersymposiums des Bundes Fränkischer Künstler.

Am Samstag wurde die Schau eröffnet – mit 15 künstlerischen Handschriften und einem gemeinsamen Gedanken: Kunst kann verbinden.

Auf der Plassenburg gehen die Gedanken auf Reisen

Großflächige und zugleich fast zart wirkende Arbeiten empfangen die Besucher schon im ersten Ausstellungsraum. Helle Farben, abstrakte Formen – genug Raum, um die Gedanken auf Reisen zu schicken.

Eindrücke von der Vernissage zum 17. Künstlersymposium auf der Plassenburg
Eindrücke von der Vernissage zum 17. Künstlersymposium auf der Plassenburg // 

Ein paar Schritte weiter, in der Großen Hofstube, setzen die großformatigen, farbintensiven Acrylbilder von Christine Dörnhöfer kräftige Akzente. Dazwischen zeigt sich die ganze Bandbreite dessen, was während der vergangenen Tage auf der Plassenburg entstanden ist.

Jeder Künstler bringt seine eigene Welt mit

Öl- und Acrylmalerei, Mischtechniken, Linol- und Öldrucke, Plastiken und filigrane Scherenschnitte gehören dazu.

15 Künstlerinnen und Künstler haben beim 17. Künstlersymposium des Bundes Fränkischer Künstler gemeinsam gearbeitet – und dabei ganz Unterschiedliches geschaffen. Genau darin liege die Stärke eines solchen Symposiums, sagte Organisatorin Marion Kotyba bei der Vernissage am Samstag. „Wir kamen an diesem Ort zusammen, und jede und jeder von uns brachte seine eigene Welt mit.“

Ein Symposium bedeute eben nicht, dass alle dasselbe sähen, dächten oder schafften. „Seine besondere Stärke liegt in der Verschiedenheit.“

Eindrücke von der Vernissage zum 17. Künstlersymposium auf der Plassenburg
Eindrücke von der Vernissage zum 17. Künstlersymposium auf der Plassenburg // 

Dass diese Verschiedenheit ausgesprochen harmonisch nebeneinander bestehen kann, zeigt die Ausstellung. Die Arbeiten fügen sich in die historischen Räume ein, ohne sich gegenseitig die Schau zu stehlen.

Kunst bringt Menschen friedlich zusammen

Für Sandra Groh und Jürgen Stahl, das Vorsitzenden-Team des Bundes Fränkischer Künstler, bekommt Kunst angesichts der täglichen Nachrichten noch eine weitere Bedeutung. Krisen könne sie nicht über Nacht lösen, aber sie schaffe es, Menschen friedlich in einem Raum zusammenzubringen.

„Kunst ist heutzutage kein Luxus mehr, sie ist ein Schutzraum zum Durchatmen“, sagte Stahl. Eine Einladung, für einen Moment innezuhalten und wahrzunehmen, dass es auch das Schöne und Verbindende gebe.

Christina Flauder: Es gibt viel zu entdecken

Die stellvertretende Landrätin Christina Flauder (WGK) griff diesen Gedanken auf. Kunst schaffe Begegnungen, bewege Gedanken und Gefühle. Entscheidend sei dabei auch die Bereitschaft des Betrachters, sich auf ein Werk einzulassen.

„Es gibt viel zu entdecken“, sagte Flauder. Kunst spreche ihre eigene Sprache – und beim Symposium gehe es um das „Suchen, Verwerfen, Experimentieren und Finden“.

Landrat Gleich: "Kunst ist der Zucker in unserem Leben"

Auch Landrat Jonas Gleich (CSU) hob die besondere Atmosphäre hervor, die jedes Jahr aufs Neue entstehe. Kunst nehme die Menschen auf eine mentale Reise mit – und jeder gehe mit anderen Eindrücken nach Hause.

Sein Dank galt den Künstlerinnen und Künstlern für die Belebung der Burg. Er sicherte die weitere Unterstützung durch den Landkreis zu. „Kunst ist der Zucker, den wir in unserem Leben noch haben“, sagte Gleich.

Ausstellung in der Hofstube bis 24. Oktober

Wie unterschiedlich dieser „Zucker“ aussehen kann, lässt sich nun in der Großen Hofstube entdecken. Zu sehen sind Arbeiten von Karin Dietel, Christine Dörnhöfer, Eva Eiber, Anne-Babette Freter, Christel Gollner, Dagmar Hagen, Sabine Hone, Helga Hopfe, Hans-Dieter Jandt, Hanna Koch Kahler, Marion Kotyba, Herbert Kretschmar, Michael Moesslang, Christine Schmidtbauer und Carsten Thom.

Die Ausstellung zum 17. Künstlersymposium des Bundes Fränkischer Künstler ist bis 24. Oktober in der Großen Hofstube der Plassenburg zu sehen.

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