Ehrung
Goldene Bürgermedaille für Brauerei-Chef
Stodden bürgermedaille
Brauereivorstand Markus Stodden wurde mit der Goldenen Bürgermedaille geehrt. 1. Reihe v.l. Markus Stodden und seine Frau Martina, OB Ingo Lehmann (SPD); 2. Reihe v.l. 3. Bürgermeister Dr. Ralf Hartnack (WGK), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Landrat Klaus Peter Söllner (FW), MDL Inge Aures (SPD), 2. Bürgermeister Frank Wilzok (CSU)
Foto: Uschi Prawitz
F-Signet von Ursula Prawitz Fränkischer Tag
Kulmbach – Die Stadt Kulmbach zeichnete in der Stadthalle verdiente Bürger aus.

Mit vier Kulmbacher Stadtmedaillen, drei Silbernen Bürgermedaillen und einer Goldenen Bürgermedaille bedankte sich die Stadt Kulmbach im Rahmen eines Ehrungsabends bei ausgewählten Persönlichkeiten für deren besonderes Engagement.

Mitgestalter der Stadt Kulmbach

„Wir sind heute zusammengekommen, um Menschen zu ehren, die Eindrucksvolles, Herausragendes und Prägendes für unsere Heimatstadt geleistet haben“, sagte OB Ingo Lehmann (SPD) am Montagabend in der Stadthalle. Sie würden ihren Beitrag dazu leisten, die Stadt zu gestalten und unsere Heimat lebens- und liebenswert zu machen – in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Neben der Kulmbacher Stadtmedaillen überreichte OB Ingo Lehmann am Montag beim Ehrungsabend in der Stadthalle an drei Persönlichkeiten die Silberne Bürgermedaille und an eine Person sogar die Goldene Bürgermedaille. Diese Ehrungen würden gemäß Satzung an Bürger verliehen, die eine langjährige, tadellose und erfolgreiche Tätigkeit in ihrem Beruf nachweisen können.

Eine filmische Liebeserklärung an Kulmbach

Zweifelsohne der Höhepunkt des Ehrungsabends war die Verleihung der Goldenen Bürgermedaille an Markus Stodden. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer lebt seit 2001 mit seiner Familie in Kulmbach und betonte, wie wohl er sich in seiner neuen Heimatstadt fühle. „Als ich 2001 zum Vorstellungsgespräch nach Kulmbach kam, war ich vom ersten Tag an von der Stadt angetan“, sagte der Brauereivorstand und ließ einen kurzen Film ablaufen, den er sozusagen als Liebeserklärung an Kulmbach gedreht hatte. „Ich bereue keinen Tag, hier in Kulmbach zu sein.“ Er sei deswegen auch sehr stolz und gleichzeitig bewegt darüber, diese bedeutende Auszeichnung der Stadt Kulmbach erhalten zu haben.

„Die Bürgermedaille ist für mich ein Symbol der Verbundenheit und meiner Liebe für Kulmbach und die Kulmbacher Brauerei“, und obendrein sei es die erste Medaille, die er überhaupt in seinem Leben erhalten habe, verriet er mit einem Augenzwinkern.

Stationen bei Apollinaris und Schweppes

Als Markus Stodden im Alter von 39 Jahren nach Zwischenstationen bei Apollinaris und Schweppes in Hamburg sowie bei der Firma A. Racke in Bingen am Rhein in den Vorstand der Kulmbacher Brauerei AG berufen wurde, kümmerte er sich um das Ressort Marketing und Vertrieb. „Allein die Marke Mönchshof entwickelte sich unter der Ägide von Markus Stodden von 190.000 Hektoliter auf mittlerweile 1,25 Millionen Hektoliter und gehört heute zu den Top-12-Biermarken in Deutschland“, sagte OB Ingo Lehmann.

Rund 100 Millionen Euro in den Standort Kulmbach investiert

Neben all den gewerblichen Tätigkeiten der Kulmbacher Brauerei erfreuten sich vor allem die von ihr ausgetragenen Veranstaltungen großer Beliebtheit, darunter die Motorradsternfahrt oder natürlich die Kulmbacher Bierwoche. „Die Investitionen der Kulmbacher Brauerei sind zugleich auch Investitionen in den Standort Kulmbach“, in den vergangenen zehn Jahren immerhin rund 100 Millionen Euro.

Botschafter für Kulmbach

Auch mit Blick auf die Infrastruktur setzen Markus Stodden und die Kulmbacher Brauerei auf eine Stärkung der Region und beziehen das Erdgas über die Stadtwerke Kulmbach. Darüber hinaus trage jedes Produkt der Brauerei durch den Firmennamen nicht nur automatisch den Stadtnamen in die Welt, sondern auch das Kulmbacher Stadtwappen sei im Logo der Brauerei abgebildet.

„Die Leidenschaft, mit der Markus Stodden für seine Kulmbacher Brauerei arbeitet, ist zugleich auch ein Bekenntnis zu seiner Heimatstadt Kulmbach“, so Ingo Lehmann. Exemplarisch sei auch die gute und enge Zusammenarbeit in Sachen Universitätsstandort Kulmbach zu nennen, sowie der Einsatz Markus Stoddens für die Museenlandschaft im Kulmbacher Mönchshof.

Bekenntnis zur Stadt

„Sein wertschätzender und vertrauensvoller Arbeitsstil und seine stets enge Zusammenarbeit mit der Stadt zeichnen Markus Stodden ebenso aus wie sein berufliches wie auch privates Bekenntnis zum Lebensmittelstandort Kulmbach“, zog OB Lehmann als Fazit und überreichte dem Brauereivorstand die Goldene Bürgermedaille.

Die Träger der silbernen Bürgermedaille

Karl-Heinz Kuch Nach der Ausbildung zum Diakon wurde er bei der Stadt Kulmbach als damals jüngster Heimleiter Bayerns im Gummischen Waisenhaus angestellt. Karl-Heinz Kuch entwickelte ein familienorientiertes pädagogisches Konzept mit dem Grundsatz, „dass Kinder, wenn möglich, nicht in einem Heim, sondern in einer Familie aufwachsen sollten“, so OB Lehmann.

Die Silberne Bürgermedaille ging an  (vorne von links): Jürgen Schmidt, Michael Möschel und  Karl-Heinz Kuch. Dahinter von links  Dritter  Bürgermeister  Ralf Hartnack (WGK), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Landrat Klaus Peter Söllner (F...
Die Silberne Bürgermedaille ging an (vorne von links): Jürgen Schmidt, Michael Möschel und Karl-Heinz Kuch. Dahinter von links Dritter Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Landrat Klaus Peter Söllner (FW), OB Ingo Lehmann (SPD), MdL Inge Aures (SPD) und Zweiter Bürgermeister Frank Wilzok (CSU)
Foto: Uschi Prawitz

Michael Möschel Nach Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und BWL-Studium stieg er in die Verkehrsakademie Kulmbach ein. „Seit 2007 bündelt die Marke MGTM die unternehmerischen Aktivitäten“, erklärte OB Lehmann, eine Unternehmensgruppe mit rund 150 Mitarbeitern. Von 2002 bis 2022 war er Vorsitzender des IHK-Gremiums und wurde 2007 Vizepräsidenten der IHK.

Jürgen Schmidt ist Anwalt und war jahrzehntelang Vorsitzender der Kreisverkehrswacht Kulmbach, außerdem ist er seit vielen Jahren gewählter Justiziar des Kreisverbandes des BRK Kulmbach. „Auch die Kulmbacher Kommunbräu profitierte von den Qualifikationen von Jürgen Schmidt“, der ehrenamtlich beratender Anwalt der Genossen und des Aufsichtsrats war.

Die Träger der Stadtmedaille

Jutta Lange In ihr vielfältiges Engagement fielen etwa die Organisation der seit 2009 stattfindenden Sommerkunstwochen, der Dichterwettstreit „Klappe auf“ in Zusammenarbeit mit dem Kulmbacher Literaturverein, das von ihr initiierte Café Klatsch oder der beliebte Kunsthandwerkermarkt in der Vorweihnachtszeit, den sie ins Leben rief und seit Jahren organisiere.

Die neuen Träger der Kulmbacher Stadtmedaille (vorne von links) Hans-Peter Gäbelein, Jutta Lange, Thomas Besand und  Rüdiger Baumann. Dahinter  (von links) Dritter Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Landra...
Die neuen Träger der Kulmbacher Stadtmedaille (vorne von links) Hans-Peter Gäbelein, Jutta Lange, Thomas Besand und Rüdiger Baumann. Dahinter (von links) Dritter Bürgermeister Ralf Hartnack (WGK), Bezirkstagspräsident Henry Schramm (CSU), Landrat Klaus Peter Söllner (FW), OB Ingo Lehmann (SPD), MdL Inge Aures (SPD) und Zweiter Bürgermeister Frank Wilzok (CSU)
Foto: Uschi Prawitz

Rüdiger Baumann Der Theatermacher betreibt seit 20 Jahren im Stadtteil Ziegelhütten eine kleine Bühne. „Er steht nicht nur auf der Bühne“, sagte OB Ingo Lehmann, sondern er inspiriere Menschen, sich kreativ zu betätigen. Weiterhin obliege Rüdiger Baumann bei der Interkulturellen Woche die Themenbereichsleitung „Kultur“.

Thomas Besand „Kein anderer Dirigent war so lange wie Thomas Besand der Meister des Taktstocks und leitete die musikalischen Geschicke der Kulmbacher Stadtkapelle“, so OB Ingo Lehmann. Vor allem auch die Pflege der Städtepartnerschaften liege dem Dirigenten am Herzen.

Hans-Peter Gäbelein Seit 39 Jahren ist er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kulmbach. Seit seiner Wahl zum Schöffen im Jahr 2009 ist er am Landgericht Bayreuth ehrenamtlich tätig, zudem ist er seit 1969 Mitglied der Königlich Privilegierten Schützengilde von 1511, wo er bis 2019 die Funktion des Ersten Schützenmeisters ausfüllte.

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