Die Kulmbacher Brauerei wird von der IHK für Oberfranken für ihr 20-jähriges Engagement im europäischen Umweltmanagementsystem Emas ausgezeichnet. Das hat die IHK jetzt mitgeteilt.
Harry Weiß, seinerzeit noch Vorsitzender des IHK-Gremiums Kulmbach, betonte bei der Übergabe der Ehrenurkunde im Dezember: „Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit gehören zusammen. Unternehmen kommen nicht mehr daran vorbei, sich mit nachhaltigem Wirtschaften zu beschäftigen.“
1100 Unternehmen in Deutschland dabei
Der IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfram Brehm würdigt die Leistung der Brauerei: „Seit der Erstregistrierung im Mai 2005 zeigt die Kulmbacher Brauerei, wie konsequenter Umweltschutz in der Praxis funktioniert.“
EMAS steht für "Eco-Management and Audit Scheme", das Instrument gibt es seit 1993. Die IHK sagt, das Instrument stehe für glaubwürdiges und transparentes Umweltmanagement in Europa. Es ist in Deutschland im Umweltauditgesetz verankert. Über 1100 Organisationen in Deutschland nutzen EMAS als Instrument, um ökologische Verantwortung und wirtschaftlichen Erfolg zu verbinden.
Oberfranken nimmt eine Vorreiterrolle ein: Mit 21 EMAS-Registrierungen, vor allem im industriellen Bereich, ist die Region im bundesweiten Vergleich besonders stark vertreten. Damit unterstreicht Oberfranken der IHK zufolge die Bedeutung von nachhaltigem Wirtschaften und die Verankerung von Umwelt- und Klimaschutz in der regionalen Wirtschaft.
Mathias Keil, Vorstand für die Ressorts Finanzen und Technik der Kulmbacher Brauerei AG, hebt hervor, dass EMAS im Unternehmen seit zwei Jahrzehnten ein bewährtes Instrument für den betrieblichen Umweltschutz sei: „Wir setzen auf kontinuierliche Verbesserung, insbesondere bei Wasser- und Energieeinsatz. Die Beteiligung unserer Mitarbeitenden ist uns dabei besonders wichtig – sie erkennen und nutzen auch kleine Möglichkeiten zur Optimierung."
„Nachhaltigkeit ist für uns keine Floskel, sondern Teil unserer Unternehmenskultur und ein notwendiger Wandel“, so Keil. Die Brauerei setzt zunehmend auf Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, um ihre Umweltleistung weiter zu steigern. Ein zentrales Ziel bleibt die Dekarbonisierung hin zur Klimaneutralität.
Die beiden Vertreter der IHK für Oberfranken Bayreuth gratulieren mit einer Ehrenurkunde zu 20 Jahren gelebter Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften.
Die EMAS-Ehrenurkunden des Bundesumweltministeriums werden von Bundesumweltminister Carsten Schneider unterzeichnet und von den Registrierungsstellen vor Ort überreicht – das sind je nach Unternehmen die Industrie- und Handelskammer für Oberfranken oder die Handwerkskammer für Oberfranken.











