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Mit Geschäftsverlauf zufrieden
VR-Bank Oberfranken Oberfranken Mitte mit starker Bilanz
Frank Kaiser (links) und Markus Schappert haben die Bilanz der VR-Bank Oberfranken Mitte vorgestellt.
Frank Kaiser (links) und Markus Schappert haben die Bilanz der VR-Bank Oberfranken Mitte vorgestellt. // VR-Bank Oberfranken Mitte
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Kulmbach – Trotz globaler Herausforderungen hat die VR-Bank Oberfranken Mitte ein positives Jahr 2025 abgeschlossen. Das sind die beeindruckenden Zahlen.
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Die VR Bank Oberfranken Mitte eG zieht nach einem ereignisreichen Geschäftsjahr 2025 eine positive Bilanz. Die Vorstandsmitglieder Frank Kaiser und Markus Schappert zeigten sich mit dem Geschäftsverlauf zufrieden, wie aus einer Pressemitteilung der Bank hervorgeht.

Bilanzsumme der VR-Bank Oberfranken Mitte bei 1.520,8 Millionen Euro

Geopolitische Spannungen, Zollkonflikte und eine schwache Konjunktur prägten das wirtschaftliche Umfeld im Geschäftsjahr 2025. Dennoch habe sich die VR-Bank Oberfranken Mitte eG erfolgreich behauptet. Die Bilanzsumme beläuft sich auf 1.520,8 Millionen Euro, das Kreditgeschäft wuchs um 7,6 Prozent auf 825,6 Millionen Euro und die Summe der Kundeneinlagen beträgt 1.254,1 Millionen Euro bei einem leichten Minus von 1,4 Prozent.

Das Kundenvolumen - das insgesamt von der Bank und von den Partnern der genossenschaftlichen Finanz-Gruppe für die Kunden verwaltete Geld – stieg um 102,1 auf 3.164,8 Millionen Euro bei einem Plus von 3,3 Prozent und führte zu einem Betriebsergebnis vor Bewertung und Steuern von 12,9 Millionen Euro.

Zusammenschluss mit Raiffeisenbank Thurnauer Land

Der Zusammenschluss der VR-Bank Oberfranken Mitte eG mit der Raiffeisenbank Thurnauer Land eG wurde mit der Eintragung im Genossenschaftsregister am 1. Oktober 2025 besiegelt. Die Verschmelzung erfolgte rückwirkend zum 1. Januar 2025. Es ist so eine  genossenschaftliche Regionalbank im Wirtschaftsraum Kulmbach-Kronach mit einer Bilanzsumme von ca. 1,5 Milliarden Euro, rund 60.000 Kunden, davon über 29.000 genossenschaftliche Anteilseigner, und 204 Mitarbeitern entstanden. „Wir blicken zufrieden auf ein sehr ereignisreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Den Zusammenschluss der VR Bank Oberfranken-Mitte eG mit der Raiffeisenbank Thurnauer Land eG haben wir juristisch, technisch und organisatorisch erfolgreich vollzogen“, sagte dazu Vorstandsmitglied Frank Kaiser

Wesensmerkmal von Genossenschaften ist, dass sie von ihren Mitgliedern getragen werden und sich deren Förderung verschreiben. Die Kunden der VR-Bank Oberfranken Mitte eG sind durch den Erwerb von Genossenschaftsanteilen zugleich Mitglied und damit Miteigentümer der Bank - das sorge für diese einzigartige Verbindung. Derzeit zählt die Bank 29.115 Mitglieder. Die Geschäftsguthaben betragen 41,9 Millionen Euro.

Bilanzsumme über oberfränkischem und bayerischem Schnitt

Die Bilanzsumme der VR-Bank Oberfranken Mitte eG beträgt 1.520,8 Millionen Euro. Der Wert liegt deutlich über der durchschnittlichen Bilanzsumme der oberfränkischen Genossenschaftsbanken von 926,4 Millionen Euro und der bayerischen Genossenschaftsbanken von 1.236,3 Millionen Euro.

Die VR-Bank Oberfranken Mitte eG betreut ein Kundenvolumen von 3.164,8 Millionen Euro. Diese Summe aller von der Bank betreuten Kundengelder und -kredite, Wertpapierdepots und Anlagen in Produkten der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe wuchs um 102,1 Millionen Euro bzw. 3,3 Prozent. Diese ausgesprochen positive Entwicklung sei ein erneuter Vertrauensbeweis in die Genossenschaftsbank, heißt es in der Pressemitteilung.

Kredite für 825,6 Millionen Euro ausgezahlt

Das Kreditgeschäft der VR-Bank Oberfranken Mitte eG zeigte eine wiederum überdurchschnittliche Entwicklung. Insgesamt 969,2 Millionen Euro stellte die Bank ihren Kunden mit ausreichender Bonität zur Verfügung, ein deutlicher Zuwachs von 5,5 Prozent bzw. 50,2 Millionen Euro gegenüber dem Jahr 2024. Die tatsächliche Inanspruchnahme aller bereitgestellten Kredite lag zum Jahresende bei 825,6 Millionen Euro und damit 58,4 Millionen Euro bzw. 7,6 Prozent über dem Vorjahreswert sowie deutlich über dem Durchschnitt der bayerischen Genossenschaftsbanken (3,8 Prozent).

Neben Kreditengagements im Neukundengeschäft mit Firmen- und Gewerbekunden zeigte sich weiterhin reges Interesse an Immobilienkrediten. Bei den Wohnungsbaudarlehen betrug das im Präsenzgeschäft bzw. über die Finanzierungsplattform Geno Pace ausgereichte Volumen insgesamt 404,6 Millionen Euro. Das bei der VR-Bank Oberfranken Mitte eG und ihren Verbundpartnern insgesamt in Anspruch genommene Kundenkreditvolumen stieg um 55,7 Millionen Euro bzw. 6,4 Prozent auf 931,5  Millionen Euro.

Kundenanlagevolumen stieg um 46,3 Millionen Euro

Beim betreuten Kundenanlagevolumen aus Bank- und Verbundanlagen konnte ein Anstieg um 46,3 Millionen Euro bzw. 2,1 Prozent auf 2.233,4 Millionen Euro verzeichnet werden. Der Bestand der bilanziellen Kundeneinlagen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1.254,1 Millionen Euro. Das sind 18,7 Millionen Euro oder 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Neben einem Anstieg der Tagesgelder wurden Termingelder und Spareinlagen verhaltener von den Kunden nachgefragt. Eine stetige Umschichtung in festverzinsliche Anlagekonzepte, Aktien- und Fondsanlagen war zu beobachten.

Außerbilanziell fiel die Steigerung mit 7,1 Prozent und 65,1 Millionen Euro deutlich positiv aus. 979,3 Millionen Euro halten Kunden der Bank bei den Unternehmen der Genossenschaftlichen Finanz-Gruppe. Hauptursache für den ungebrochenen Zufluss ist die weiterhin hohe Sparquote der Kunden. Besonders das Wertpapiergeschäft entwickelte sich sehr positiv, mit einem Zuwachs von 16,7 Prozent bei den Depots der DZ-BANK und 5,5 Prozent bei der Union Investment. Die Kunden suchten verstärkt nach alternativen Möglichkeiten, ihre Anlagen ertragsorientiert zu optimieren. Das habe sich auch in der hohen Nachfrage nach Fondssparplänen gezeigt, wobei das regelmäßige Sparen in Wertpapiere nachhaltig etabliert werden konnte.

Zinsüberschuss betrug  25,9  Millionen Euro

Vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses kann die VR.-Bank Oberfranken Mitte eG laut der Pressemitteilung  für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Bilanzgewinn in Höhe von 1,2 Millionen Euro ausweisen. Der Zinsüberschuss betrug im Jahr 2025 insgesamt 25,9  Millionen Euro und der Provisionsüberschuss beläuft sich auf 11,9 Millionen Euro. Der Personalaufwand beträgt 15,5 Millionen Euro, daneben weisen die anderen Verwaltungsaufwendungen 8,8 Millionen Euro auf. Mit einer soliden, seriösen und stetigen Geschäftspolitik sei es im Jahr 2025 gelungen, ein Gesamtbetriebsergebnis von 12,9 Millionen Euro zu erzielen. Diese positive Entwicklung sei auf das solide Kundengeschäft und ein planvolles Kostenmanagement zurückzuführen.

Dank des guten Ergebnisses kann die VR-Bank Oberfranken Mitte eG ihre Eigenkapitalausstattung weiter ausbauen. Um für die künftigen Anforderungen gerüstet zu sein und die Kreditversorgung der heimischen Region sicherzustellen, ist die Bank weiterhin auf die Stärkung des Eigenkapitals fokussiert.  Vorstand und Aufsichtsrat werden der Vertreterversammlung als Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025 einen Vorschlag von 3,0 Prozent unterbreiten.

VR-Bank Oberfranken Mitte hat zwölf Geschäftsstellen

Einen wichtigen Beitrag leistet die VR-Bank Oberfranken Mitte eG mit ihrer Infrastruktur vor Ort. Sie stellt aktuell zwölf Geschäftsstellen, drei SB-Standorte sowie die digitalen Kanäle über die VR-Banking-App und das Online Banking. Daneben betreibt sie ein eigenes Kunden-Service-Center per Telefon oder E-Mail – montags bis freitags - auch außerhalb der üblichen Geschäftszeiten. Das Netz der insgesamt 18 Geldautomaten ist ein wesentlicher Bestandteil, um den gesellschaftlichen Auftrag, die Bevölkerung verlässlich mit Bargeld zu versorgen, zu erfüllen.

Die Genossenschaft ist traditionell eng mit der Region und deren Menschen verbunden. Daher wurde auch 2025 bürgerschaftliches Engagement, Vereine sowie soziale und caritative Einrichtungen mit Spenden in Höhe von knapp 240.000 Euro unterstützt. Steigende Reinerträge aus dem VR-Gewinnsparen lassen den Spendenbetrag weiter wachsen und ermöglichen es der Bank, auch zukünftig viel regionales Engagement zu zeigen. Ein besonderes Anliegen sei hier die Unterstützung der Universitäts- bzw. Hochschulstandorte Kulmbach und Kronach sowie der örtlichen Schulen und Kindergärten in beiden Landkreisen. 

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