0
Abgezockt beim Hauskauf?
Kulmbacherin startet Spendenaktion für Haussanierung
Während des Rechtsstreites durften Birgit Rüdinger, Jennifer Gerst und Florian Gerst ihre  Terrasse nicht selbst sanieren - also versuchen sie den Wasserschaden mit einer 12 Meter langen Plane in Schach zu halten.
Während des Rechtsstreites durften Birgit Rüdinger, Jennifer Gerst und Florian Gerst ihre Terrasse nicht selbst sanieren - also versuchen sie den Wasserschaden mit einer 12 Meter langen Plane in Schach zu halten. // Foto: Nele Nitschky
Kulmbach – Sie haben ein Haus gekauft - und stehen jetzt trotz Gutachten und Notarvertrag vor 70.000 Euro Schaden. Warum sie den nicht verursacht haben und wie eine Freundin mit Spenden helfen möchte.
Artikel anhören

Der vermeintliche Traum vom Eigenheim hat sich für sie als Albtraum entpuppt: Als die beiden Schwestern Birgit Rüdinger und Jennifer Gerst im Frühjahr 2024 das Wohnhaus an der Wolfskehle in Kulmbach gekauft haben, haben sie nicht damit gerechnet, monatelang Wasser von ihrer Terrasse zu schaufeln und einen schimmelnden Keller trockenzulegen, anstatt entspannt den Feierabend zu genießen.

Unsachgemäße Sanierung hat zu Schimmel geführt

Seit zwei Jahren sitzen sie auf einem Schaden von mittlerweile über 70.000 Euro fest. Der Verkäufer hat die Terrasse nicht - wie abgesprochen - fachgerecht saniert. Bei Regen dringt Wasser durch die undichte Schicht der Terrasse ins Haus ein und sickert in den Keller. Da die Schwestern den Schaden wegen der Beweissicherung nicht selbst beheben durften, schimmeln im Keller mittlerweile die Wände.

Der Verkäufer, so Rüdinger, habe mittlerweile Privatinsolvenz angemeldet. Jetzt müssen die Schwestern die Sanierung von Terrasse und Keller aus eigener Tasche finanzieren.

Befreundete Kulmbacherin startet Spendenaufruf

Eine gemeinsame Freundin der beiden, Stefanie Schmid, möchte die finanziell und psychisch belastende Situation nicht länger mit ansehen und hat eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um Birgit Rüdinger und Jennifer Gerst, die beide unter einer chronischen Krankheit leiden, zu unterstützen. Gesucht wird neben finanzieller Unterstützung auch nach Freiwilligen, die mit anpacken und Fachfirmen, die helfen können.

"Wir würden uns freuen, wenn Leute uns etwas Arbeitszeit schenken oder wir zum Beispiel Prozente auf Material bekommen", sagt Schmid gegenüber der Bayerischen Rundschau.  Wer die Schwestern finanziell unterstützen möchte, kann hier über die Crowdfunding-Kampagne Geld spenden.

Lesen Sie auch

Inhalt teilen
  • kopiert!