Vorrangflächen
Mehr Fläche für Windenergie in Kulmbach
Mit dem Ausbau der Windkraft befasste sich der Regionale Planungsverband Oberfranken-Ost.
Mit dem Ausbau der Windkraft befasste sich der Regionale Planungsverband Oberfranken-Ost.
Daniel Bockwoldt/dpa
F-Signet von Werner Reißaus Fränkischer Tag
Kulmbach – Der Regionale Planungsverband muss seine Vorgaben veränderten Rahmenbedingungen anpassen.

Das Thema Windenergie war am Dienstagvormittag das zentrale Thema für den regionalen Planungsverband Oberfranken-Ost. Hintergrund sind geänderte rechtliche Vorgaben für die Gemeinden, wenn sie entsprechende Vorrangflächen ausweisen wollen.

Nach Angaben von Regierungsdirektor Martin Füßl ist Oberfranken bayernweit Vorreiter, denn derzeit seien hier 290 Windräder in Betrieb – 23 Prozent aller Windräder Bayerns. Der Schwerpunkt liege dabei im Landkreis Hof mit 109 Anlagen, gefolgt von den Landkreisen Bayreuth (49), Bamberg (35), Wunsiedel (34) und Kulmbach (31).

Oberfranken bei Windenergie bayernweit spitze

Wo Windenergieanlagen stehen dürfen, regeln in Oberfranken Regionalpläne, in denen Vorranggebiete festgelegt werden. Im östlichen Oberfranken stehen aktuell auf 0,7 Prozent der Fläche Windräder, Bis Ende 2027 soll der Anteil bayernweit auf 1,1 Prozent und bis zum Jahresende 2032 auf 1,8 Prozent wachsen.

Regionalpläne müssen überarbeitet werden

Weil sich auch die Vorgabe für den Abstand von Windrädern zu Wohnbebauung (10-H Regel) geändert und sich die Anlagentechnik weiterentwickelt hat, müssen die Regionalpläne überarbeitet werden. Für wichtig hielt Füßl einen gesamträumlichen Planungsansatz mit einheitlichem Vorgehen, das schlüssig, nachvollziehbar und rechtssicher sei. Um den angestrebten Anteil an Windenergieanlagen zu erreichen, müsse die Fläche von 2530 Hektar (2022) auf 6620 Hektar Ende 2032 wachsen.

35 Kommunen in Oberfranken wollen Vorrangflächen ausweisen

Verbandsvorsitzender Oliver Bär (CSU) zeigte sich mit dem Ergebnis einer Anhörung aller Kommunen im Planungsverband sehr zufrieden, denn 35 Städte und Gemeinden hätten Interesse gezeigt, Vorrangflächen für Windkraft auszuweisen. Stammbachs Bürgermeister Karl Philipp Ehrler sprach ebenso wie Thurnaus Bürgermeister Martin Bernreuther (beide CSU) eine Flächensicherung an. Hier müsse man sich „rechtzeitig auf die Reise machen“.

„Breite Zustimmung wichtig“

Auch Flächen des Staatsforstes, wie das angestrebte Vorhaben der Gemeinde Harsdorf im Staatswald unterhalb von Oberlaitsch zeigt, können künftig als Vorrangflächen für Windenergieanlagen ausgewiesen werden.

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