Was unterscheidet einen guten von einem richtig guten Cocktail? Was gehört in eine Margarita? Was haben Daiquiri und Whiskey Sour gemein? Und warum sollte man sich bei Drinks nicht unbedingt ein Vorbild an Ernest Hemingway nehmen?
Sven Goller kennt die Antworten. Kein Wunder: Er zählt zu den besten Barkeepern des Landes und hat es mit seinem Team und seiner Bar, dem "Schwarzen Schaf", geschafft, ausgerechnet die Bierstadt Bamberg zu einer der bekanntesten Cocktail-Hochburgen Deutschlands zu machen.
Exklusives Tasting für Genießerinnen und Genießer
Sein Wissen hat Sven Goller am Samstag im Rahmen eines exklusiven und interaktiven Cocktail-Tastings 30 interessierten Männern und Frauen weitergegeben. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, zwei Stunden lang in der lockeren Atmosphäre des "Schwarzen Schaf" Gollers Expertise und unterhaltsamen Anekdoten zu lauschen, verschiedene Cocktails zu probieren, mitzumixen und ihre Fragen zu stellen.
Das Tasting fand in Zusammenarbeit mit "Fränkischer Talk", "Feines aus Franken" und "fränkische-rezepte.de" statt, die Tickets waren schon kurz nach Verkaufsstart ausverkauft.
Die Mischung machts
Wussten Sie, dass alle Sours nach dem gleichen Grundprinzip funktionieren? Die Basis bilden die Zutaten im Verhältnis 60-30-20: 60 ml Alkohol (zum Beispiel Bourbon), 30 ml Säure (zum Beispiel Zitrone) und 20 ml Süße (zum Beispiel Zuckersirup).
Sowohl Whiskey Sour als auch Daiquiri haben also die gleiche Machart, nur abgewandelt: Während der Whiskey Sour sich aus Whiskey, Zitrone und Zuckersirup zusammensetzt, besteht der Daiquiri aus Rum, Limettensaft und Zuckersirup – zwei unterschiedliche Getränke, ein Grundprinzip.
Frisch gepresster Limettensaft befindet sich, zusammen mit Agavendicksaft und Tequila, auch in einer Margarita. Die servierte das Team vom "Schwarzen Schaf" in Gläsern mit einem halben Salzrand – so kann man die Margarita mit oder ohne Salz probieren, je nach Geschmack.
Shaken wie ein Profi
Aber was wäre ein interaktives Cocktail-Tasting ohne die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen? Freiwillige durften unter Anleitung des Profis shaken, Limetten auspressen und Zutaten abmessen. Gar nicht so einfach, wie es aussieht! Die Ergebnisse – fünf verschiedene Drinks: Punch, Old Fashioned, Daiquiri, Margarita und Juniper Rose – wurden im Anschluss probiert.
Übrigens, um zu einer der Eingangsfragen zurückzukommen: Ernest Hemingway liebte Cocktails, hatte laut Sven Goller allerdings zwei Probleme: Er war Alkoholiker und hatte Diabetes. Seine Drinks waren also sehr stark und nicht süß. Ob man das nachmachen will, bleibt also jedem selbst überlassen...
Sven Goller im Podcast "Fränkischer Talk"
Sie wollen mehr zu Sven Goller erfahren? Im Mai war er zu Gast im Podcast "Fränkischer Talk". Dort verrät er auch, welche beliebten Getränke aus seiner Sicht gnadenlos überschätzt sind und welche Rolle alkoholfreie Getränke in seiner Bar spielen.




















