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Jupps Gartentipps
Blumenpracht rund um den Gemüsegarten
Die Fette Henne setzt im Winter hübsche Akzente im Garten.
Die Fette Henne setzt im Winter hübsche Akzente im Garten. // Josef Schröder
Bamberg – So bleibt Ihr Garten bis in den Winter hinein bunt.

Blumen im Gemüsegarten zu integrieren, bietet das ganze Jahr über viele Vorteile. Besonders jetzt, wo der Herbst immer länger andauert, spielen sie eine wichtige Rolle: Ihre Blüten sind wertvolle Nektar- und Pollenspender bis zum ersten Frost. Besonders effektiv sind dabei ungefüllte Korbblüten wie Cosmeen, Ringelblumen und Zinnien. 

Diese Blumen sind nicht nur für uns eine Augenweide, sondern auch für Insekten eine lebenswichtige Nahrungsquelle. Im Spätherbst werden die Samenstände von Pflanzen wie Amaranth und Sonnenblumen dann zur Nahrung für die Vogelwelt, sodass Ihr Garten auch in den kälteren Monaten ein lebendiger Rückzugsort für Tiere bleibt.

Eleganz für den Spätherbst

Ein weiteres Highlight, das jetzt im Herbst seine volle Pracht entfaltet, ist das Lampenputzergras. Dieses Ziergras beeindruckt mit seinen dekorativen, federartigen Blütenständen und ist dabei besonders platzsparend. 

Im Gegensatz zu vielen anderen Gräsern wirkt es nicht verdrängend und eignet sich daher hervorragend als Zwischenpflanzung zwischen Rosen und Stauden. Auch in Kiesbeeten an trockenen Hausmauern macht es eine gute Figur, da es sonnige und trockene Standorte liebt.

Damit das Lampenputzergras gut durch den Winter kommt, empfiehlt es sich, die Halme erst Ende März zurückzuschneiden. Die stehengebliebenen Halme schützen das Herz der Pflanze vor Frost. 

Ein zusätzlicher Trick ist es, die Halme schopfartig zusammenzubinden – so bleibt das Gras vor Schnee und Regen besser geschützt. Ein vorzeitiges Abschneiden wäre dagegen riskant, da sich Regenwasser in den verbleibenden Stoppeln ansammeln und Fäulnis verursachen könnte.

Winterstar im Garten

Aktuell zeigt sich auch die Fette Henne in ihrer vollen Blüte. Doch selbst nach dem Ende der Blütezeit bleibt sie ein dekoratives Element im Garten. 

Viele Gartenfreunde neigen dazu, die Stauden im Herbst stark zurückzuschneiden, um den Garten winterfest zu machen. Doch das Gegenteil sollte der Fall sein: Die oberirdischen Pflanzenteile dienen den Stauden dazu, Kraft für das nächste Jahr zu sammeln. Außerdem bringt das Stehenlassen von Pflanzen in der kalten Jahreszeit ganz besondere Reize mit sich. 

Raureif beispielsweise zaubert an frostigen Tagen kunstvolle Skulpturen aus den übrig gebliebenen Pflanzen und setzt faszinierende Akzente im winterlichen Garten.

Gerade jetzt, wo die letzten Blüten des Jahres die Blicke auf sich ziehen, bietet Ihr Garten noch viele Höhepunkte. 

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