Der Ginkgo, ursprünglich aus China stammend, fasziniert Menschen weltweit nicht nur mit seiner markanten Erscheinung, sondern auch mit den ihm zugeschriebenen Heilkräften. Dieser uralte Baum, der zu den ältesten Baumarten der Welt gehört, hat längst seinen Weg in unsere Gärten gefunden. Doch bevor man ihn pflanzt, sollte man sich über einige Besonderheiten im Klaren sein – sowohl über seine beeindruckende Größe als auch über seine speziellen Pflegeansprüche.
Heilkräfte des Ginkgos
Seit Jahrhunderten wird der Ginkgo wegen seiner heilenden Wirkung geschätzt. Vor allem Extrakte aus den Blättern des Baumes haben in der Medizin eine große Bedeutung erlangt. Sie sollen bei einer Vielzahl von Beschwerden helfen, darunter Schwindel, Ohrengeräusche (Tinnitus), Kopfschmerzen und Durchblutungsstörungen. Diese Wirkungen haben den Ginkgo zu einem festen Bestandteil der Naturheilkunde gemacht.
Seine Blätter enthalten eine Vielzahl von Wirkstoffen, die die Durchblutung fördern und antioxidativ wirken. Besonders bei älteren Menschen sind Ginkgo-Präparate beliebt, da sie die Gehirnfunktion unterstützen und so zur Verbesserung von Gedächtnis und Konzentration beitragen sollen.
Ein mächtiger Baum mit Potenzial
Ginkgos werden häufig als kleine Pflänzchen in Gärten gepflanzt, was oft den Eindruck erweckt, sie seien zierliche Bäume. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wer einen Ginkgo pflanzt, sollte sich bewusst sein, dass dieser Baum zu beeindruckender Größe heranwachsen kann. Ist er erst einmal fest verwurzelt, entwickelt er sich zu einem mächtigen Baum, der kaum noch aufzuhalten ist. In seiner Heimat China können Ginkgos über 30 Meter hoch werden. Auch bei uns erreichen sie stattliche Höhen und beeindrucken durch ihre Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit.
Unterschiede zwischen den Ginkgo-Bäumen
Ein weiterer faszinierender Aspekt des Ginkgos ist, dass er getrenntgeschlechtlich ist – es gibt also männliche und weibliche Pflanzen. Interessanterweise werden in Gärten fast ausschließlich männliche Setzlinge gepflanzt. Der Grund dafür liegt in der Wuchsform und den praktischen Aspekten: Männliche Ginkgos wachsen kompakter und haben einen trichterförmigen Ansatz der Äste. Weibliche Bäume hingegen breiten ihre Äste waagerecht aus und wachsen insgesamt breiter.
Ein weiteres Problem der weiblichen Ginkgo-Bäume ist die Bildung von Samen. Sobald diese zu Boden fallen und faulen, verbreiten sie einen unangenehmen Geruch, der an ranzige Butter erinnert. Aus diesem Grund werden weibliche Bäume in Gärten eher gemieden.
Ein botanisches Unikat
Der Ginkgo stellt auch aus botanischer Sicht eine außergewöhnliche Besonderheit dar. Er lässt sich nicht eindeutig den Laub- oder Nadelbäumen zuordnen und gilt als lebendes Fossil. Schaut man sich die Blätter des Ginkgos genauer an, erkennt man die Verbindung zu den Nadelbäumen: Die fächerförmigen Blätter sind eigentlich miteinander verwachsene Nadeln. Diese faszinierende Mischung macht den Ginkgo zu einem Übergang zwischen den beiden Baumtypen und verleiht ihm seinen einzigartigen Charakter.
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