Ein besonderes Beispiel für einen späten Blüherfolg ist die Bartblume. Sie zählt zu den wenigen Sträuchern, die ihre Blütenpracht erst im Spätsommer und Herbst entfaltet und dabei eine wichtige Nahrungsquelle für Schmetterlinge und andere Insekten bietet.
Damit sie im nächsten Jahr wieder üppig blüht, wird die Bartblume – ähnlich wie Rosen – erst Ende März zurückgeschnitten. Denn genau wie der Schmetterlingsstrauch blüht auch sie nur an den neu gebildeten Trieben. Ein zu früher Rückschnitt kann hingegen dazu führen, dass die Pflanze im Winter Schaden nimmt oder sogar eingeht.
Herbstaster blüht in voller Pracht
Auch verschiedene Asternarten zeigen erst im Herbst ihre volle Pracht. Die blaue Herbstaster ist besonders verbreitet und kann im Laufe der Zeit dichte "Teppiche" bilden. Wer sie teilen oder vermehren möchte, sollte bis zum Frühjahr warten, da dies die beste Zeit ist, um herbstblühende Stauden zu vermehren. Umgekehrt gilt: Stauden, die im Frühjahr blühen, können jetzt im Herbst geteilt und vermehrt werden.
Zwiebelblumen rechtzeitig pflanzen
Während der Herbst seinen Einzug hält, ist es zudem an der Zeit, die Zwiebelblumen für den Frühling zu pflanzen. Der Boden ist dank der Regenfälle wieder angenehm feucht, was das Einpflanzen erleichtert. Besonders früh sollten Schneeglöckchen, Märzenbecher und Narzissen gesetzt werden. Diese Zwiebelblumen lassen sich auch wunderbar im Rasen verwildern. Zu den Klassikern für diese Art der Pflanzung gehören neben Schneeglöckchen auch Krokusse, Schneestolz und Blausternchen.
Als Faustregel für die Pflanztiefe gilt: Die Unterseite der Zwiebel sollte etwa zwei- bis dreimal so tief in die Erde gesetzt werden, wie die Zwiebel groß ist. So kommt beispielsweise die Kaiserkrone mindestens 20 cm tief in den Boden, während für Schneeglöckchen bereits eine Tiefe von 4 cm ausreicht.
Die Amaryllis benötigt bis Oktober eine Ruhephase. Während dieser Zeit sollte die Zwiebel trocken gelagert werden, bis sich ein Blütenschaft zeigt.
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