Das Jahr 2024 hat den Gartenliebhabern im Frankenland eine ungewöhnliche Ernte beschert. Besonders Äpfel, Birnen, Quitten, Walnüsse und Zwetschgen sind in diesem Jahr eine Seltenheit.
Frostnächte im Frühjahr haben die Blüten vieler Obstbäume zerstört, wodurch die Ernte fast vollständig ausfiel. Die Ursache liegt in der Klimaerwärmung: Die Vegetation treibt durch die milden Winter zunehmend früher aus, was sie besonders anfällig für späten Frost macht.
Nur in geschützten Lagen, wie beispielsweise zwischen Häusern, konnte man vereinzelt einen bescheidenen Fruchtansatz beobachten, vor allem bei Birnen. Doch selbst diese wenigen Äpfel leiden teilweise unter Fäulnis und fallen verfrüht vom Baum.
Haselnüsse trotzen dem Frost
Ein derart drastischer Ernteausfall ist in der Region kaum in Erinnerung.
Eine Ausnahme gibt es jedoch: die Haselnüsse. Der Haselstrauch blüht weit vor den Spätfrösten, sodass sich hier eine reiche Ernte zeigte.
Trotz der Herausforderungen hat dieses Jahr auch eine positive Seite. Dank der hohen Bodenfeuchtigkeit während der Hauptvegetationszeit konnten die Bäume kräftig austreiben. Das spiegelt sich in den Wäldern und Streuobstanlagen wider, die in diesem Herbst besonders lebendig wirken.
Die richtige Zeit für Obstgehölze
Der Herbst ist die ideale Zeit, um die Planung für das kommende Gartenjahr anzugehen. Besonders Ende Oktober bietet sich an, neue Obstgehölze zu pflanzen. In dieser Phase bleibt der Boden noch warm vom Sommer, was den jungen Bäumen ermöglicht, vor dem Winter kräftige Saugwurzeln zu entwickeln. Diese sind im Frühjahr von Vorteil, wenn das Wachstum erneut einsetzt.
Eine Ausnahme bildet der Pfirsichbaum: Er ist besonders frostempfindlich und sollte daher bereits im Frühjahr gepflanzt werden, um den harten Wintermonaten zu entgehen.
Mehr als nur ein Zierstrauch
Ein weiterer Tipp für Gartenfreunde ist die Apfelbeere, auch Aronia genannt. Die kleinen, robusten Sträucher sind nicht nur pflegeleicht, sondern auch vielseitig verwendbar.
Nach der Ernte empfiehlt es sich, die Beeren zunächst einzufrieren. Dadurch mildert sich der herbe Geschmack, der die Früchte im rohen Zustand auszeichnet. In der Küche lassen sich die Beeren vielfältig einsetzen, sei es in Säften, Marmeladen oder als gesunder Snack.
Die Apfelbeere ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen und hat daher auch als Heilpflanze einen hohen Stellenwert. Darüber hinaus überzeugt der Strauch durch seinen hohen Zierwert und sollte in keinem Garten fehlen.
Das könnte Sie auch interessieren:







